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Leuchtpunktvisier für die Drückjagd

Leuchtpunktvisier DrückjagdDas Leuchtpunktvisier ist die “Spezialoptik” für alljährliche Drückjagden. Leuchtpunktvisiere gibt es viele. Darum ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Jäger äußerst schwer tun, das optimale Visier auszuwählen.

Aimpoint ist einer der führenden Hersteller von Leuchtpunktvisieren. Das Unternehmen ist in Malmö Schweden ansässig und fertigt Leuchtpunktvisiere für Polizei, Militär sowie den zivilen Gebrauch. Gegründet im Jahr 1974 wurde 1975 das erste kommerzielle Produkt mit dem Aimpoint Electronic vorgestellt.

Im jagdlichen Bereich erlangten die Aimpoint Produkte großes Aufsehen durch die Schwarzwildfieber Filmreihe. In diesen zeigt Franz Albrecht zu Oettingen-Spielberg was mit Aimpoint Visieren auf der Drückjagd alles möglich ist. Ohne Zweifel ist Franz Albrecht zu Oettingen-Spielberg ein äußerst begnadeter Schütze, welcher durch höchste Disziplin und Trainingseifer die gezeigten Schießfertigkeiten entwickeln konnte.

Es gibt eine Fülle von Aimpoint Visieren, welche wir in diesem Beitrag etwas beleuchten wollen, um die Auswahl für die herbstlichen Drückjagden etwas zu erleichtern.

Leuchtpunktvisier für die Drückjagd – unsere Empfehlungen

Wir beschränken uns bei der Kaufempfehlung auf den schwedischen Hersteller Aimpoint, da weitere Vorstellungen diesen Beitrag sprengen würden und wir mit Aimpoint bereits sehr gute Erfahrungen sammeln konnten.

Der Klassiker – Aimpoint 9000

2005 war die Geburtsstunde des Aimpoint 9000. Das 9000er gibt es in folgenden Ausführungen:

Aimpoint 9000SC – perfekt abgestimmte Bauform für kurze Waffensysteme (Short Action) oder halbautomatische Büchsen.

Aimpoint 9000L – perfekt abgestimmte Bauform für längere Waffensysteme (Long Action) wie zum Beispiel 98er oder auch Magnum Systeme.

Das Aimpoint 9000 verfügt über ein 30 mm Mittelrohr, welches somit mit jedem handelsüblichen Montagering kompatibel ist. Die Baulänge des jeweiligen Modells muss jedoch beachtet werden.

Einige Waffenhersteller bieten je nach Kaliber verschiedene Systemlängen an wie zum Beispiel Remington oder Sako. Das sehr weitverbreitete Kaliber .308 Winchester ist beispielsweise auf Short Action Systeme ausgelegt.

Da das System somit recht kurz ist reicht die Rohrlänge des Aimpoint 9000SC (160mm Gesamtlänge) aus um dies adäquat anhand zweier Montageringe auf Short Action Systemen zu montieren.

Ebenso auf Selbstladebüchsen, welche einen Systemkasten besitzen, auf denen meist eine Picatinny Schiene montiert wird, macht das Aimpoint 9000SC eine sehr gute Figur.

Das Pendant zu den Short Action Systemen sind die Long Action Systeme bei denen Kaliber wie beispielsweise .30-06 Springfield Verwendung finden. Durch das längere System stehen die Montageringe selbstverständlich etwas weiter auseinander, was etwas mehr Rohrlänge vom Aimpoint verlangt. Aus diesem Grund gibt es auch die lange Version mit 200 mm Gesamtlänge.

Blicken wir durch das Visier, finden wir rechter Hand den Ein/Aus Schalter mit integriertem Batteriefach. Mit nur einer Batterie (Typ 2L76 oder DL1/3N) kann eine Batterielaufzeit von bis zu 50.000 Stunden erreicht werden. Diese immense Leistung kann man in der Regel von jedem Aimpoint Visier erwarten.

Durch Drehen des Ein/Ausschalters wird die Intensität des Leuchtpunktes geregelt. Dieser kann beim Aimpoint 9000 in 9 Stufen geregelt und somit an die vorherrschende Lichtsituation angepasst werden. Eine automatische Abschaltung gibt es bei Aimpoint Visieren nicht. Bei einer Batterieleistung von 50.000 Stunden ist es aber auch kein Beinbruch, wenn Sie einmal vergessen den Punkt abzuschalten.

Zur Höhen und Seitenkorrektur stehen zwei Türme wie auch bei einem Zielfernrohr zur Verfügung. Anhand einzelner Klicks wird die Treffpunktkorrektur vorgenommen. Somit gestaltet sich auch das Einschießen schnell und unkompliziert.

Das noch kompaktere Aimpoint COMPC3

Das Aimpoint COMPC3 wurde ebenfalls 2005 eingeführt und ist von seiner Bauweise gleich den 9000er Modellen. Somit finden wir die gleichen Bedienelemente und elektronischen Eigenschaften vor. Es ist jedoch mit nur 125 mm Gesamtlänge extrem kurz gehalten. Dadurch eignet es sich sogar, um es auf einer Kurzwaffe zu montieren. Die Desert Eagle ist Beispielsweise mit eingefrästem Picatinny Profil auf dem Lauf erhältlich und könnte mit einem Aimpoint COMPC3 ausgestattet werden.

Aber auch auf jeder Langwaffe mit montierter Picatinny Schiene kann das kompakte Aimpoint COMPC3 montiert werden.

Einige Schützen wie auch ich selbst nutzen auf Drückjagden einen Unterhebelrepetierer. Diese Waffenart hat in der Regel einen extrem kurzen Systemkasten. Auch hier ist das Aimpoint COMPC3 eine gute Wahl da es mit seinen 125 mm Gesatmlänge auf dieser Waffengattung nicht überdimensioniert wirkt.

Zur Montage wird lediglich 1 Ring benötigt, welcher um den vorderen 30 mm Rohrkörper greift.

Das Aimpoint Hunter

Wie der Name schon sagt, ist das Aimpoint Hunter ein auf die Jagd ausgelegtes Leuchtpunkt Visier.  Auch das Design mit dem großen Objektiv im Vergleich zum Aimpoint 9000 erinnert stark an ein Zielfernrohr. Seit 2010 ist das Aimpoint Hunter auf dem Markt und wird in folgenden Konfigurationen angeboten:

  • Hunter H30L – lange Ausführung 30 mm Mittelrohr
  • Hunter H34L – lange Ausführung 34 mm Mittelrohr
  • Hunter H30S – kurze Ausführung 30 mm Mittelrohr
  • Hunter H34S – kurze Ausführung 34 mm Mittelrohr

Der wesentliche Unterschied zum 9000er ist neben der Bauform auch die Anordnung und die Einstellung der Bedienelemente.

Beim Hunter finden wir im Vergleich zum Drehschalter des Aimpoint 9000 eine + sowie – Taste. Diese dienen zum Ein- und Ausschalten des Gerätes und zur Steuerung des Leuchtpunktes. Rechter Hand finden wir das Batteriefach, welches eine CR2032 Batterie aufnehmen kann. Auf der Oberseite und seitlich am Objektiv sitzen zwei äußerst kompakte Verstelltürme, welche der Treffpunktkorrektur dienen.

Ebenfalls steht wieder eine S Version (Short) und eine lange L Version (Long) zur Verfügung. Auch kann zwischen einem 30 mm oder 34 mm Mittelrohr gewählt werden.

Der Leuchtpunkt kann anhand 12 Intensitätsstufen noch besser an die vorherrschende Lichtsituation angepasst werden.

Gerade bei der 34er Version in Verbindung mit dem größeren Objektiv gewinnt man den Eindruck, eine optische bessere Leistung zu erhalten.

Klein – kleiner – Aimpoint Micro

Im Jahr 2007 brachte Aimpoint mit dem Micro H-1 ein äußerst kompaktes Modell auf den Markt. Ohne Montage wiegt das Aimpoint Micro H-1 gerade einmal 84g. Mit der original Picatinny Montage kommen wir auf 105g Gesamtgewicht. Eine Gesamtlänge von nur 62 mm ist ebenso äußerst führig.

Das Aimpoint Micro kommt von seiner Kompaktheit zwar nicht an ein Docter Sight oder Burris Fast Fire heran dafür bietet es aber eine geschlossene Bauweise und trotzt somit allen äußeren Witterungseinflüssen anstandslos.

Es stehen 12 Intensitätsstufen für den Leuchtpunkt zur Verfügung, welche über ein seitliches Drehrad gesteuert werden. Als Batterie findet eine CR2032 Verwendung, welche ebenfalls eine Laufzeit von bis zu 50.000 Stunden generiert.

Besonders auf klassischen Jagdwaffen wie Doppelbüchsen, Bockbüchsflinten oder dem Drilling macht ein solch kompaktes Visier eine gute Figur. Die Micro Serie ist nicht auf die Ringmontage ausgelegt, sondern wird anhand einer entsprechenden Montage, welche von unten mit dem Visier verschraubt, wird auf das jeweilige Waffensystem montiert. Dies kann eine Picatinny oder Prismenschiene sein. Aber auch für die EAW Schwenkmontage oder Blaser R8 stehen Montagen zur Verfügung.

Die Micro Reihe findet auch auf Kurzwaffen Verwendung. So gibt es zum Beispiel eine Montage für Glock Pistolen. Diese wird in den Schwalbenschwanz eingeführt, um eine feste Verbindung herzustellen. Durch die Einführung des Aimpoint Acro im Jahr 2019 steht nun jedoch für solche Anwendungen ein noch kompakteres und besseres Visier zur Verfügung.

Der Erfolg des Aimpoint Micro H-1 war im jagdlichen Bereich jedoch sehr gut. Dies veranlasste Aimpoint dazu im Jahr 2015 mit dem Aimpoint Micro H-2 die 2. Generation der Micro Reihe vorzustellen.

Hier wurde ganz klar auf die Stimmen der Kunden gehört und einige Verbesserungen vorgenommen welche aus jagdpraktischer Sicht eine Bereicherung darstellen.

Im Vergleich zur H-1 Serie wurde das Gehäuse überarbeitet. Die Höhenverstellung wurde in das Gehäuse eingelassen und ist somit besser vor Stößen geschützt. Ebenso wurden dem Visier durchsichtige Flip Up Caps spendiert welche die optischen Linsen in jeder Situation trocken und sauber halten. Die Vergütung der Linsen wurde erhöht, um die Lichttransmission zu verbessern. Ebenso wurde hierdurch die Abbildung des Leuchtpunkts verbessert.

Das Aimpoint Micro H-2 wiegt ohne Montage 93g mit original Picatinny Montage kommt es auf 136g.

Das Aimpoint Micro H-2 ist anhand seiner Features auch gut für die Nachsuche geeignet.

Leuchtpunktvisier oder Zielfernrohr für die Drückjagd?

Diese Frage muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe mit Zielfernrohr und Leuchtpunktvisier auf Drückjagden gejagt. Hier muss ich für mich sagen, dass ich mit dem Leuchtpunktvisier besser zurechtkam. Ich muss jedoch auch sagen, dass ich mich bei den Entfernungen auf 50 m beschränkt habe.

Ich erinnere mich noch gut an eine Drückjagdsituation in der ich eine Schwarzwild Doublette verzeichnen konnte. Mein Stand befand sich in einem Buchen Altbestand und vor mir verlief ein ca. 5 Meter tiefer Graben mit gutem Kugelfang. Ein größere Rotte, es müssten ca. 20 Sauen gewesen sein, zogen an diesem Morgen auf mich zu. Die Leitbache verhoffte kurz was die ganze Rotte zum stehen brachte.

Eines der Stücke stand etwas abseits breit zu mir und ich konnte ihm auf ca. 40 m die Kugel antragen. Zu meinem Erstaunen zog die Rotte durch den Graben an mir vorüber wo ich auf ca. 10 m die zweite Sau beschießen konnte welche im Feuer zusammenbrach. Als ich das dritte Stück anvisierte wurde mir der Winkel jedoch wesentlich zu spitz und ich ließ den Finger gerade.

In dieser Situation fand ich mich mit dem Leuchtpunktvisier bestens ausgerüstet und hatte in keiner Situation das Gefühl ein Zielfernrohr zu benötigen.

Steht ein Stück jedoch jenseits der 50 m und verhofft kann ein Zielfernrohr definitiv einen Vorteil bringen. Auch bei Ansitzdrückjagden wo ich evtl. die Möglichkeit habe einen aufgelegten Schuss anzutragen kann ein Zielfernrohr die Einsatzreichweite wesentlich erhöhen.

Die Vorteile eines Leuchtpunktvisiers für die Drückjagd

Da das Ziel mit beiden Augen anvisiert wird, nutzt der Schütze sein komplettes Gesichtsfeld und erhält damit sein räumliches Sehen. Dies führt dazu, dass Situationen auf der Drückjagd wesentlich besser überblickt werden können. Gerade beim flüchtigen Schuss ist dies ein großer Vorteil.

Zielfehler wie Voll- oder Feinkorn, welche beim Schießen über die offenen Visierung entstehen können, sind bei einem Leuchtpunktvisier ausgeschlossen.

Der Augenabstand, welcher beispielsweise bei einem Zielfernrohr eingehalten werden muss, spielt bei einem Leuchtpunktvisier keine Rolle. Auch ein verkanteter Einblick bereitet dem Schützen in der Regel keine Probleme. Dadurch spart der Schütze Zeit, wenn er die Waffe in Anschlag bringt und kann somit einen jagdlichen Vorteil daraus ziehen.

Der Leuchtpunkt  wird vom Auge äußerst schnell erfasst und kann so schnell auf das Ziel gebracht werden. Es gibt keine Striche oder Balken wie bei einem Absehen eines Zielfernrohres, welche je nach Ausführung des Absehens auch störend sein können.

Punktgröße 2MOA oder 4MOA

Aimpoint Visiere gibt es mit der Punktgröße 2 MOA (6 cm Zielabdeckung auf 100 m) oder 4MOA (12 cm Zielabdeckung auf 100 m). Das Aimpoint Micro H-2 ist sogar mit 6 MOA Punkt verfügbar. Ich persönlich würde bei Büchsen immer zum kleineren 2 MOA Punkt tendieren. Durch die geringere Zielabdeckung ist ein präzises einschießen möglich. Ebenso kann mit dem kleineren 2 MOA Punkt im jagdlichen Betrieb feiner angehalten werden, was mir persönlich immer sehr wichtig war.

Aimpoint Visiere einschießen

Das Einschießen eines Aimpoint Leuchtpunktvisieres gestaltet sich äußerst einfach. Es verfügt über eine Klickverstellung wie ein Zielfernrohr was es einfach macht es einzuschießen.

Nehmen wir uns als Beispiel das Aimpoint 9000. Pro Klick verschiebt sich der Kugeleinschlag um 16 mm auf 100 m. Schießen wir das Visier auf 50 m ein müssen wir diesen Wert halbieren. Somit beträgt die Verschiebung pro Klick 8 mm auf 50 m.

Beim Aimpoint Micro H-2 hingegen beträgt die Verstellung pro Klick 13 mm auf 100 m. Auf 50 m wären es demnach 6,5 mm.

Die Klicks sind deutlich hör- und fühlbar und lassen eine exakte Einstellung zu.

Fazit

Ich hatte seither das Aimpoint Micro H-2 sowie das Aimpoint 9000SC im jagdlichen Einsatz und konnte diese auf Herz und Nieren prüfen. Die Robustheit und Zuverlässigkeit ist bei Aimpoint Visieren legendär. Prinzipiell würde ich die Entscheidung nach dem passenden Aimpoint von der Waffenart abhängig machen. Für weitere Informationen können Sie sich gerne telefonisch oder auch per E-Mail an uns wenden. Unsere Fachberater beraten Sie gerne nach Ihren persönlichen Bedürfnissen das passende Aimpoint Leuchtpunktvisier auszuwählen. Im Weiteren möchten wir noch auf eines unserer Videos in unserem YouTube Channel verweisen in denen das Aimpoint Hunter und Micro H-2 vorgestellt werden.

LEUCHTPUNKTVISIERE FINDEN SIE HIER

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