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Die beste Drückjagdwaffe

Der Herbst ist die mitunter aufregendste Zeit im gesamten Jagdjahr. Nachdem das grüne Blattwerk den rot-gelben Farben des Herbstes gewichen ist, wird es Zeit sich Gedanken über die Drückjagdausrüstung zu machen. In diesem Beitrag wollen wir auf die Besonderheiten einer Drückjagdwaffe eingehen und verschiedene Waffensysteme vorstellen um die beträchtliche Auswahl der am Markt befindlichen Waffen etwas einzugrenzen.

Die Frage: Was ist die beste Drückjagdwaffe lässt sich pauschal nicht beantworten. Viel mehr muss auf die Bedürfnisse des Schützen eingegangen werden um die richtige Wahl zu treffen. Ebenso erfordern die seit Jahren steigenden Schwarzwildbestände nach geeigneten Waffen um eine adäquate Bejagung durchzuführen.

Die klassische Repetierbüchse

Auf vielen Drückjagden sehe ich jedes Jahr viele Jäger welche eine „gewöhnliche“ Repetierbüchse führen. Viele dieser Jäger statten eine solche Waffe mit einem guten Allround Glas aus und führen diese Waffe auch zum Ansitz oder der Pirsch. Der Vorteil darin liegt ganz klar im ständigen Gebrauch einer solchen Waffe. Dadurch ist man den Abzug, Schäftung, Schlossgang, Sicherung und somit die ganze Haptik der Waffe gewöhnt. Durch diese vertraute Basis kann der Jäger seine Schießleistungen auf der Drückjagd somit schneller und besser abrufen.

Ein Lochschaft fördert definitiv den sicheren Anschlag steigert bei vielen Schützen aber die Nachladezeit im Vergleich zu einem standard Schaft. Hier sei jedoch gesagt das wie bei so vielem Übung den Meister macht.

Eine Drückjagdwaffe sollte nicht zu schwer sein. Darum sollte auf schwere Jagdmatchläufe verzichtet werden. Besonders Varmint Version mit 22mm starken Laufkonturen sind meist Kopflastig und für den flüchtigen Schuss eher suboptimal.

Die Magazinkapazität sollte etwas höher als die üblichen 3 Schuss sein da so ein zeitraubendes nachladen vermieden wird. Gute Beispiele wären hier zum Beispiel:

Sauer 101 GTI

2.079,00 € 2.307,00 €

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Datenblatt

Büchsenart: Repetierbüchse
Modell: Sauer 101
Anwendungsbereich: Jagd
Kaliber: .30-06, .243 Win., .270 Win., .300 Win. Mag., .308 Win., 6,5×55, 7mm Rem. Mag., 7×64, 8×57 IS, 9,3×62
Lauflänge: 47 cm, 51 cm, 56 cm
Laufkontur: 17 mm
Magazinkapazität: 5 Schuss
Mündungsgewinde: M15x1
Gewicht: 3,2 Kg
Schäftung: Holzschaft
Komplettangebot: Nein

Mauser M12 Extreme

1.616,00 €

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Datenblatt

Büchsenart: Repetierbüchse
Modell: Mauser M12
Anwendungsbereich: Jagd
Kaliber: .22-250 Rem., .30-06, .243 Win., .270 Win., .300 Win. Mag., .308 Win., .338 Win. Mag., 6,5×55, 7mm Rem Mag, 7×64, 8×57 IS, 9,3×62
Lauflänge: 56 cm
Laufkontur: 17 mm
Magazinkapazität: 5 Schuss
Mündungsgewinde: optional M15x1
Gewicht: 3,2 Kg
Schäftung: Kunststoffschaft
Komplettangebot: Nein

Die Sauer 101 GTI glänzt mit einem sicheren Aschlag durch die Lochschäftung und der höhenverstelbaren Wangenauflage. Die Mauser M12 Extreme hingegen hat den Vorteil des unverwüstlichen Kunststoffschaftes und der standard Schäftung welche ein schnelles repetieren ermöglicht. Beide Waffen sind mit 3,2 Kg im grünen Bereich was die Führigkeit betrifft. 5 Schuss Magazine bieten genügend Reserven. Beide Waffen sind in mehreren Kalibern erhältlich und decken mit .30-06, 8x57IS oder 9,3×62 jedes Drückjagdszenario ab.

Die Selbstladebüchse

Auf der Drückjagd wird vom Schützen Souveränität, ein hohes Maß an Selbstbeherrschung sowie Zielsicherheit verlangt. Gerade hier spielt eine Selbstladebüchse Ihre ersten Stärken aus. Muss der Schütze sich nicht auf einen Nachladevorgang konzentrieren und umsetzen, kann er sich völlig auf die jagdliche Situation einlassen. Es sei jedoch gesagt das eine Selbstladebüchse viel der angesprochenen Selbstbeherrschung vom Schützen verlangt. Auch wenn man einen schnellen zweiten oder dritten Schuss hat, ist eine sauber angetragene Kugel definitiv besser als zwei schlecht platzierte Schüsse. Darum auch mit der Selbstladebüchse sich die Zeit nehmen einen sauberen Schuss anzutragen und nicht vorschnell zu handeln.

Selbstlader dürfen auf der Jagd nur mit 3 Schuss geladen werden. Dies bedeutet 2 Schuss im Magazin und eine Patrone im Patronenlager. Früher wurden die Magazine auf 2 Schuss begrenzt. Nach der neuen Gesetzgebung dürfen auch Magazine mit höhere Ladekapazität verwendet werden. Trotz der höheren Kapazität des Magazins dürfen bei Selbstladern jedoch noch immer nur 2 Schuss ins Magazin geladen werden. Sind also 3 Schuss verschossen muss nachgeladen werden. Dies kann der Selbstladebüchse als Nachteil gegenüber anderen Waffensystemen ausgelegt werden.

In der Regel sind Selbstladebüchsen was den Anschaffungspreis betrifft verhältnismäßig günstig. Gute Beispiele für zuverlässige und präzise Selbstlader wären:

BROWNING BAR MK3 HC

1.499,00 € 1.659,00 €

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Datenblatt

Büchsenart: Selbstladebüchse
Modell: Browning Bar MK3
Anwendungsbereich: Jagd
Kaliber: .30-06, .300 Win. Mag., .308 Win., 9,3×62
Lauflänge: 53 cm
Laufkontur: 17 mm
Magazinkapazität: 4 Schuss
Schäftung: Kunststoffschaft
Komplettangebot: Nein

Die Browning BAR ist die wohl populärste Selbstladebüchse welche in Jagdkreisen zu finden ist. Sie verfügt über einen 53cm langen, 17mm starken sowie kannelierten Lauf. Mit einem Gesamtgewicht von 3,2 Kg ist die Waffe auch in langen Treiben noch gut zu händeln. Die Zuverlässigkeit der Browning BAR ist sehr gut. Die Präzision ist gut. Der Handspanner der HC Version (Hand Cocking) bietet ein hohes Maß an Sicherheit da die Waffe entspannt geführt werden kann und erst kurz vor Schussabgabe gespannt wird. Die Drückjagdschiene eignet sich sehr gut für den flüchtigen Schuss. Das System ist zur Montage einer Optik vorbereitet.

Benelli ARGO E Comfortech

1.649,00 € 1.868,00 €

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Datenblatt

Büchsenart: Selbstladebüchse
Anwendungsbereich: Jagd
Kaliber: .30-06, .300 Win. Mag., .308 Win., 9,3×62
Lauflänge: 51 cm, 56cm
Gewicht: 3,3 Kg
Schäftung: Kunststoffschaft
Komplettangebot: Nein

Die Benelli Argo besticht durch ihr futuristisches Design. Die Verarbeitung ist sehr gut und für eine Selbstladebüchse fast schon „edel“. Die Präzision und die Zuverlässigkeit der Benelli Argo ist ausgesprochen gut. Sie ist einen Hauch schwerer als die Browning BAR jedoch immer noch im absolut grünen Bereich. Eine Drückjagdschiene gehört zur Ausstattung. Das System der Benelli Argo ist zur Montage einer Optik vorbereitet. Das Zerlgen und der Zusammenbau der Benelli Argo ist anfangs etwas schwierig. Hier muss also erst etwas Routine einkehren um den Ablauf reibungslos zu beherrschen.

Die goldene Mitte – der Geradezugrepetierer

Der Geradezugrepetierer bietet von allem etwas. Eine höhere Magazinkapazität als die Selbstladebüchse, Schnelligkeit und eine hohe Präzsion. Er schlägt also die Brücke zwischen der kalssischen Repetierbüchse und der Selbstladebüchse. Zum nachladen sind bei einem Geradezugrepetierer nur 2 Bewegungsabläufe statt der üblichen 4 Bewegungsabläufe einer klassischen Repetierbüchse nötig. Somit lässt sich rein rechnerisch das nachladen doppelt so schnell bewerkstelligen. Auch hier ist natürlich wieder anzumerken das Übung den Meister macht.

Beispiele für einen Geradezugrepetierer wären:

Merkel RX Helix Speedster

3.848,00 €

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Datenblatt

Büchsenart: Geradezugrepetierbüchse
Anwendungsbereich: Jagd
Kaliber: .30-06, .222 Rem., .223 Rem., .243 Win., .270 Win., .300 Win. Mag., .308 Win., .338 Win. Mag., 6,5×55, 7mm Rem. Mag., 7×64, 8×57 IS, 9,3×62
Lauflänge: 51 cm, 56 cm
Laufkontur: 17 mm, 19 mm
Magazinkapazität: 3 Schuss
Mündungsgewinde: M15x1
Gewicht: 3,2 Kg
Schäftung: Kunststoffschaft

Die Merkel RX Helix gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Die Speedster Variante ist der derzeit neuste Spross der Helix Gewehrfamilie. In etlichen Kalibern erhältlich, einem unverwüstlichen und vor allem egonomischen Kunststoffschaft sowie der blitzschnellen 1:2-Übersetzung des Repetiervorgangs eignet sich die Waffe bestens für die Drückjagd. Eine im System eingefräste Picatinny Schiene ermöglicht eine kostengünstige Montage. Take-Down-System, einstellbar Abzug von ca. 900 bis 1.900 Gramm, Handspanner, Sechs-Warzen-Verschluss sowie ein Stahlblech Magazin runden diese Waffe ab.

Browning Maral Compo Nordic

1.999,00 €

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Datenblatt

Büchsenart: Geradezugrepetierbüchse
Anwendungsbereich: Jagd
Kaliber: .30-06, .308 Win.
Lauflänge: 51 cm
Laufkontur: 17 mm
Magazinkapazität: 10+1 in 30-06, 9+1 in 308win
Mündungsgewinde: M14x1
Gewicht: 3,3 Kg
Schäftung: Kunststoffschaft

Der Browning Maral ist Ihre Ähnlichkeit zur Browning BAR nicht abzuerkennen. Der Geradezugrepetierer mit federnd gelagertem Verschluss geht einen anderen Weg als herkömmliche Waffen dieser Bauart. Möchte der Schütze die Waffe Durch/Nachladen zieht er einfach den Kammerstängel nach hinten zum Anschlag. Dort angekommen lässt er den Kammerstängel los was den federnd gelagerten Verschluss von alleine nach vorne schnellen lässt und somit eine Patrone ins Patronenlager zuführt. Hierdurch ist zum nachladen/durchladen der Waffe lediglich 1 Bewegunsablauf notwendig da das Vorschnellen des Verschlusses automatisch geschieht. Ein Handspanner ,eine Magazinkapazität von 10+1 in 30-06 und 9+1 in .308 Win., eine im Lieferumfang enthaltene Montageschiene zur Montage eines Zielfernrohrs oder Leuchtpunktvisieres sowie eine höhenverstellbare Wangenauflage sind die Parameter einer prädestinierten Drückjagdwaffe.

Unterhebelreptierer – mit dem Exot zur Drückjagd

Auch Unterbebelrepetierer sind in den letzten Jahren des öfteren auf Drückjagden zu sehen. Vor Jahren waren Unterheblrepetierer eher unter Sportschützen vertreten. Wenn wir uns eine solche Waffe jedoch näher betrachten fällt schnell auf das es eine ernst zu nehmende Drückjagdwaffe sein kann. Unterhebelrepetierer sind in der Regel extrem führig, leicht, äußerst schnell zu repetieren und zudem auch präzise. Ebenso kann die Waffe entspannt geführt werden da Unterhebelrepetierer in der Regel wie ein Revolver über einen Hahn verfügen. Somit kann die Waffe ähnlich einem Handspanner kurz vor Schussabgabe gesannt werden. Nehmen wir uns als erstes Beispiel das traditionsreiche Unternehmen Marlin aus den USA welches schon seit 1870 Schusswaffen fertigt.

Marlin 1894 Guide Gun Datenblatt

Büchsenart: Unterhebelrepetierer
Anwendungsbereich: Jagd
Kaliber: .45/70 Gov.
Lauflänge: 46,5 cm
Laufkontur: 20 mm
Magazinkapazität: 4 Schuss
Mündungsgewinde:  –
Gewicht: 3,2 Kg
Schäftung: Holzschaft

Mit einer Gesamtlänge von gerade einmal 94cm ist die Marlin Guide Gun die wohl führigste Waffe in diesem Vergleich.Der große Vorteil ist das schnelle nachladen dieser Waffe in der Praxis. Da man im Anschlag die Hand bereits am Lever (Durchladehebel) hat muss nicht zeitraubend umgegriffen werden. Ist der Schuss gebrochen, wird der Lever nach vorne bewegt welcher den Verschluss nach hinten bewegt um die Hülse auszuwerfen und den Hahn zu spannen. Wird der Lever nach hinten gezogen führt der Verschluss im Zuge dessen eine neue Patrone ins Patronenlager zu.

Das Röhrenmagazin welches unter dem Läuft verläuft ist in der Lage 4 Schuss des Kalibers .45/70 Gov. aufzunehmen.

Der amerikanische Munitionshersteller Hornady hauchte der alten .45/70 neues Leben ein indem er ein schneller abbrennendes Pulver und ein Geschoss mit weicher Polymer Spitze verlud. Keine Sorge auch in Röhrenmagazinen kann die Patrone geladen werden, da die Spitze so weich ist das es auch in Röhrenmagazinen zu keiner Selbstentzündung kommt. Somit ereicht man eine Eo von 4111 Joule bei einer Vo von 625 m/s.

Ebenso sind Marlins zuverlässig in der Funktion und günstig in der Anschaffung. Dies klingt alles nach der perfekten Drückjagdwaffe doch wo Licht ist ist auch meist etwas Schatten. Wie auf dem Bild zu sehen verfügt die Marlin Guide Gun über eine englische Schäftung. Viele Schützen können damit nur wenig anfangen da die Handhaltung etwas gewöhnungsbedürftig ist. Ein weiterer Nachteil ist die geringe Vo der Geschosse. Eine .30-06 hat eine Vo von etwa 900 m/s. Im Vergleich zu den 625 m/s der .45/70 ist das ein Unterschied von 275 m/s. Auf dem Ansitz sicherlich zu vernachlässigen da das Wild das beschossen wird in der Regel steht. Auf der Drückjagd wird jedoch in 95% der Fälle auf flüchtiges Wild geschossen. Das bedeutet das die doch recht langsame .45/70 ein sagen wir gesundes Vorhaltemaß benötigt um einen sauberen Schuss anzutragen. Hier ist der beste Weg das Schießkino um seine Fertigkeiten mit diesem Kaliber zu trainieren um in der Praxis adequat reagieren zu können.

Wer jedoch unbedingt einen Unterheblrepetierer als Drückjagdwaffe verwenden möchte dem gegenüber aber einen Schaft mit Pistolengriff und ein Kaliber mit höherer Vo den Vorzug gibt dem sei die Browning BLR ans Herz gelgt.

Browning BLR Lightweight Tracker

1.299,00 € 1.385,00 €

Zum Produkt

Datenblatt

Büchsenart: Unterhebelrepetierer
Laufkontur: 14mm
Anwendungsbereich: Jagd, Schießsport
Kaliber: .30-06, .300 Win. Mag., .308 Win.
Lauflänge: 47 cm
Magazinkapazität: 3 Schuss , 4 Schuss
Gewicht: ca. 3 Kg
Schäftung: Holzschaft

Die Browning BLR ist so gesehen die Weiterentwicklung des Konventionellen Unterhebelrepetierer. Anhand einer Zahnradübersetzung im inneren der Waffe wird ein äußerst schneller und wertiger Schlossgang erreicht. Ebenso ist die Waffe mit einem Pistolengriff ausgestattet welcher heute als standard angesehen wird und die englische Schäftung weitgehend verdrängt hat. Ebenso ist die Waffe in den weltweit verbreiteten Kalibern .30-06, .300 Win. Mag. und .308 Win erhältlich. Somit wird ebenfalls eine wesentlich höhere Vo im Vergleich zur .45/70 erreicht. Dadurch ergibt sich ein geringers Vorhaltemaß und ermöglicht im weiteren Sinne eine erhöhte Zielsicherheit beim flüchtigen Schuss. Eine gute Verarbeitung, Schichtholzschaft, wiederstandsfähige Cerakote Beschichtung und der günstige Anschaffungspreis machen die Waffe nochmals attraktiver für die alljährliche Drückjagdsaison.

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