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Geeignete Munition für die Drückjagd

Drückjagd Munition

Die Drückjagd steht vor der Tür. Wie jedes Jahr sollte man sich schon frühzeitig vorbereiten und die nötige Ausrüstung aufstocken. Neben Drückjagdbekleidung, der passenden Optik und der passenden Waffe spielt auch die richtige Munition für die Drückjagd eine wichtige Rolle. Daher erklären wir Ihnen in diesem Beitrag, welche Munition sich für die Drückjagd empfiehlt – sowohl bleihaltig als auch bleifrei und was Sie sonst noch bei der Wahl beachten sollten.

Welche Munition für die Drückjagd?

Vor der Drückjagd sollte man grundsätzlich überlegen, ob man ein reines Deformationsgeschoss oder einen Teilzerleger schießt. Hierzu bieten die Munitionshersteller wie RWS, Geco, Hornady, Barnes, Norma oder Brenneke verschiedene Lösungen an.

In der Regel schießt man auf der Drückjagd eher ein Teilzerleger, da hier die Augenblickswirkung etwas besser ist als bei einem reinen Deformationsgeschoss.
Kommt man z.B. auf ein flüchtendes Stück hinter dem Blatt ab und trifft es hinter der Kammer,  können Fragmente des Teilzerlegers noch durch das Zwerchfell gehen und somit lebenswichtige Organe treffen.
Bei einem monolithischen Deformationsgeschoss hat man bei solchen Schüssen meist das Problem einer zu geringen Energieabgabe im Wildkörber und es kommt zu sehr langen Nachsuchen, die oft ohne Erfolg enden.

Generell ist auch ein Teilzerleger kein „Allheilmittel“, da es dennoch eher auf die Schießkünste des Schützen ankommt. Ein sauberes anbringen der Kugel muss jedem Waidmann das oberste Gebot sein.
Drückjagd Munition mit reinen Deformationsgeschossen haben außerdem den Nachteil, dass das Geschoss beim Austritt sehr massestabil bleibt und somit ein hohes Restgewicht hat und das Geschoss zu Querschlägern neigen kann.

Allerdings sind die Teilzerleger auch sehr gefährlich, da viele einzelne Geschosssplitter aus dem Wundkanal austreten. Gerade für Hundeführer, deren Hund sich in unmittelbarer Nähe des Stückes befindet, ist dies sehr gefährlich.
Drückjagden, bei denen der Boden schon gefroren ist, ist es wichtig, von einem erhöhten Stand aus zu schießen, damit das Projektil -oder Teile davon – sicher in den Boden eindringen.

Generell gilt das oberste Gebot, bei allen Geschossen, dass auf den Kugelfang und die Sicherheit geachtet werden muss! Auch kleinere Geschossfragmente können tödliche Verletzungen verursachen!

Bleihaltige Munition

Nicht in jedem Bundesland ist bleifreie Munition Pflicht. Auch bei der Jagd im Ausland wird oft noch bleihaltige Munition eingesetzt. Hierbei ist darauf zu achten, dass man in seiner Waffe passende und präzise Drückjagdmunition verschießt. Beliebt ist auch hier die Munition von Namhaften Herstellern wie z.B. RWS UNI Classic oder einfache, aber sehr gute Geschosse wie das Geco Teilmantelgeschoss. Der Vorteil solcher Geschosse ist, dass diese seit  Anbeginn der Mantelgeschosse erprobt und verbessert werden.

>> Bleihaltige Munition finden Sie hier

Am besten wählt man für ein klassisches, bleihaltiges Drückjagdgeschoss eines, dessen Gewicht im jeweiligen Kaliber etwas höher liegt. Somit hat man ein hohes Geschossgewicht, bei dem in den meisten Fällen die Stopwirkung etwas besser ist.

Bleifreie Munition

Die Geschichte der bleifreien Munition reicht nun schon einige Jahrzehnte zurück und wird leider oft von Jägern unterschätzt. Zum Beispiel stellt die Firma Barnes seit Jahrzenten hoch präzise Geschosse und Munition her, deren Eigenschaften gerade in der weiten Schussdistanz überzeugen.
Diese Geschosse werden auch von anderen Herstellern wie RWS verladen. Sie haben eine sehr gute Augenblicks- und Tiefenwirkung und selbst bei schwerem Wild hat man einen Garantierten Ausschuss.
Auch in der Großwild Jagd in Afrika wird oft auf bleifreie Solid- und Deformationsgeschosse zurückgegriffen.

>> Bleifreie Munition finden Sie hier

Bleifreie Munition ist seit Jahren sehr im Kommen und beweist immer mehr ihre Vorteile. Auch hier gibt es Deformationsgeschosse und Teilzerleger.
Vom Grundsatz ist hier das gleiche Prinzip anzuwenden wie bei der Bleihaltigen Munition.
Bewährt haben sich in der Praxis Geschosse wie das Barnes TTSX oder das RWS HIT. Diese sind allerdings beides reine Deformationsgeschosse, die Massestabil aus dem Wundkanal heraustreten und somit auch das Hintergelände stark gefährden können.

Warum bleifreie Munition?

Viele Nachsuchenführer und Jäger beklagten sich in der Vergangenheit über ungenügende Tötungswirkung bleifreier Geschosse. Dabei ist oft die Kaliber/Geschoss Auswahl von vorneherein schlecht gewählt oder auch der Treffersitzt ist mit als sehr schlecht zu bewerten.
Bei der Ansitzjagd haben sich die Deformationsgeschosse durchgesetzt, bei denen man allerdings beachten soll, dass man am besten ein rasantes Kaliber schießt, da hier die Kupfergeschosse besser expandieren können. Somit verbreitern Sie Ihr Geschossdurchmesser um ca. das doppelte und töten hervorragend.

Munitionssorten wie RWS Evo Green oder Geco Zero sind bleifreie Teilzerleger, deren Kern aus Zinn besteht und sich durch Sollbruchstellen zerlegt. Diese Geschosse wirken hervorragend auch in langsameren Kalibern.
Die Tötungswirkung steht denen der Bleigeschosse in nichts nach. Deshalb sollte man gerade bei der Drückjagdmunition solche Geschosse wählen.

Wo ist bleifreie Munition Pflicht?

Manche Bundesländer in Deutschland wie das Saarland haben in ihrem Jagdgesetzt die bleifreie Munition schon verankert. Auch im umliegenden Ausland gibt es Staaten bei denen es Pflicht ist, auf bleifreie Munition, gerade bei Wild, das zum menschlichen Verzehr gedacht ist, umzustellen.
Hierbei sollte man sich über das jeweilige Jagdgesetz erkundigen und dieses auch beachten.
Durch Rückstände im Fleisch kann man Blei sehr schnell feststellen und  kann unter Umständen zur Anzeige wegen Verstoß gegen das jeweilige Jagdgesetz kommen.

Welches Kaliber für welches Wild?

Selbstverständlich ist, dass nur Schalenwild taugliche Kaliber bzw. die Mindestenergiewerte des Kalibers für Schwarzwild und andere Paarhufer erreicht werden. Diese sind auf 100m mindestens 2000J und einen Geschossdurchmesser von mindestens 6,5mm.

Hierzu zählen die in Deutschland meist verwendeten Drückjagdkaliber:

  • .308 Win
  • .30-06 Sprg
  • 8x57IS
  • 9,3×62
  • 7×64
  • .300 Win Mag

Generell gilt der Grundsatz: Der Treffersitz ist wichtiger als das Kaliber.

Allerdings kann man sagen, dass größere Kaliber wie die 9,3×62 oder andere bei einem schlechten Schuss generell mehr Energie in den Wildkörber abgeben können wie ein Kleineres. Das liegt schon anhand des großen Geschossdurchmessers klar auf der Hand. Allerdings ist auch ein solch großes Kaliber keine Entschuldigung für schlechte Schüsse. Man sollte stets darauf achten, mit seiner Waffe zu üben! Bei dem, der den Treffer sauber ins Ziel bringt, spielt das Kaliber als auch das Geschoss kaum eine Rolle!

Wie viel Munition bei der Drückjagd?

Wie viel Munition man zur Drückjagd mitnimmt, hängt immer von der erwartenden Strecke ab.
Wenn man in Revieren mit einer hohen Wilddichte unterwegs ist, sollte man genügend Schuss am Mann tragen.
Aber auch bei kleineren Drückjagden kann es durchaus vorkommen, dass die Munition nicht ausreicht. Lieber nimmt man ein paar Schuss mehr mit als man denkt zu benötigen. Diese können gut verstaut im wasserdichten Rucksack mitgeführt werden und ergeben nur wenig Ballast.

Unsere Empfehlungen für die Drückjagd

Es empfiehlt sich eine Drückjagdpatrone zu wählen, welche mit der Waffe harmoniert.
Das beste Geschoss, das man gewählt hat, funktioniert nicht, wenn es in dem jeweiligen Lauf nicht präzise ist.
Des weiteren sollte man den Schießstand oder auch das Schießkino mehrfach im Jahr besuchen, da es wie mit jeder Sportart ist, das je mehr man Trainiert umso einfacher zum Ziel kommt.

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