Kostenlose Retoure* Fachberatung von Jägern und Sportschützen
+49 (0) 68 94 / 169 44 28
Wir sagen Danke!
1074 Bewertungen
Aus Jagd + Outdoor
Wir sagen Danke!
1074 Bewertungen
Aus Jagd + Outdoor

Pressluftgewehr

Filter schließen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
von bis
 
Für die Filterung wurden keine Ergebnisse gefunden!

Was ist ein Pressluftgewehr?

Das Pressluftgewehr gehört zu der Kategorie der Luftgewehre mit Druckluftsystem, die insbesondere bei Sportschützen und sportlichen Wettkämpfen sehr beliebt sind. Gängige Hersteller für Pressluftgewehre sind unter anderem die Marken Walther oder auch Weihrauch. Zu den am Häufigsten verwendeten Kalibern bei Luftgewehren gehören 4,5 oder 5,5 mm. Eine Visierung ist zwar nicht an jeder Luftdruckwaffe vorhanden, kann aber nachträglich angebracht werden, beispielsweise in Form einer Kimme und Korn Visierung. Zu den Luftruckwaffen zählen jedoch nicht nur Langwaffen sondern auch Kurzwaffen wie die Pressluftpistole.

Wie funktioniert ein Pressluftgewehr?

Wie der Name Pressluftgewehr schon sagt, wird das Geschoss durch die Ausdehnung von komprimierter Luft angetrieben. Pressluftwaffen besitzen einen Druckluftspeicher der von außen über eine Druckluftflasche oder eine Druckluftpumpe gefüllt wird. Aus diesem Speicher wird die kalte Luft, die für den Schuss benötigt wird, in einen kleineren Behälter weiter befördert. Über einen Druckminderer bleibt das Niveau des Drucks gleichmäßig und sorgt somit für eine konstante Schussenergie. Die Luft des Pressluftsystems steht dabei unter einem Druck von 200 bis 300 bar.

Ab wann darf ich ein Pressluftgewehr erwerben?

Pressluftgewehre sind ab einem Alter von 18 Jahren freizukaufen, solange die Geschossenergie unter 7,5 Joule liegt. Bei einer Geschossenergie über 7,5 Joule sind Luftgewehre allgemein erlaubnispflichtig, das bedeutet für den Kauf eines Pressluftgewehres muss eine Waffenbesitzkarte vorliegen. Ob man für seine Waffe einen Waffenschein benötigt hängt im Wesentlichen aber von der Art der Verwendung ab. Für eine private Nutzung in der eigenen Wohnung oder im eigenen befriedeten Bezirk wird kein Waffenschein benötigt, während das Tragen des Luftgewehrs in der Öffentlichkeit einen Waffenschein zwingend erfordert.  Sportschützen benötigen für eine Pressluftwaffe daher keinen Waffenschein, da das Hobby auf dem Schießstand ausgeübt werden kann. Hierbei sind aber trotzdem die gesetzlichen Vorgaben für den Transport der Luftdruckwaffen zu beachten.

Wie füllt man ein Pressluftgewehr?

Bei der Befüllung eines Pressluftgewehres kommt es auf die Kartusche und das System der Waffe an. Zum Befüllen gibt es daher unterschiedliche Möglichkeiten: die Pressluftpumpe bzw. die Handpumpe, die Pressluftflasche oder den Kompressor. Es sollte dabei aber einiges beachtet werden.

Die Pressluftpumpe erweist sich als sehr zuverlässige Methode die Pressluftkartuschen zu befüllen, allerdings ist hier Handarbeit angesagt. Die Pressluftpumpen gibt es in verschiedenen Preiskategorien, wichtig ist jedoch auf das Material zu achten, da bei der Handhabung mit Druck von 200 bis 300 bar ein zuverlässiges Produkt zu empfehlen ist. Die Handpumpen gibt es in verschiedenen Ausführungen beispielsweise mit Trockenluftfilter, der das Material schont und vor Korrosion des Luftgewehres schützt. Je nach Art der Pumpe kann auch der Kraftaufwand über die Nutzung der Kolben reguliert werden.

Bei den Pressluftflaschen gib es verschiedene Größen zwischen 5 und 20 Liter. Je nach Einsatzbereich und gewünschter Mobilität kann die Größe daher gut angepasst werden. Auch die Pressluftflasche arbeitet mit einem Druck zwischen 200 und 300 bar, jedoch kann der Fülldruck der Kartusche nach mehrmaligem benutzen der Pressluftflasche sinken. Diese Technik sollte vorsichtig angewendet werden, da bei einer 300 bar Pressluftflasche eine kleinere Kartusche schnell überfüllt werden kann. Dazu sind auch verschiedene Adapter zu erwerben. Unbedingt zu beachten sind bei dieser Methode die Angaben und Tipps der Hersteller zum auffüllen der Pressluftkartuschen. Wichtig: bevor die Kartusche von der Pumpe, Flasche oder Kompressor entfernt wird sollte die Schraube für den Druckablass aufgedreht werden, damit der Druck aus dem Schlauch entweichen kann.

Die dritte Möglichkeit zum Befüllen eines Pressluftgewehres ist der Kompressor. Der Vorteil des Kompressors liegt in der Schnelligkeit und im  geringen Kraftaufwand. Die meisten Kompressoren besitzen einen Quickfill-Schlauch und können Pressluftkartuschen bis zu einer Füllmenge von 0,6l auffüllen. Gute Kompressoren gibt es zwar auch schon für einen kleinen Preis, jedoch sollte auch hier auf die Qualität geachtet werden.

Je nach Gebrauch kann die Befüllung von Pressluftgewehren an die eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Für ein reine Nutzung Zuhause kann daher der Kompressor empfohlen werden, während sich bei einem mobilen Einsatz, wie beispielsweise auf dem Schießstand, eine kleine Pressluftflasche oder die Pressluftpumpe empfiehlt.

Pressluftgewehr oder Co2 Gewehr?

Wer sich zwischen einem Pressluftgewehr und einem Luftgewehr mit Co2 System nicht entscheiden kann, sollte primär auf den eigenen Gebrauch achten. Während Co2 Gewehre mit ihrem geringen Gewicht im Freizeigebrauch überzeugen, wird das Pressluftgewehr wegen des einfachen Ladevorgangs vorwiegend für sportliche Wettkämpfe verwendet. Das Co2 System bringt  aber auch eine hohe Präzision und eine geringe Erschütterung mit sich, wodurch die Waffe aufgrund ihrer Trefferleistung sehr beliebt ist. Für den Einsatz in der Freizeit empfiehlt sich daher eher ein Luftgewehr mit Co2-System, während ein Pressluftgewehr aufgrund einer separaten Druckluftflasche in der Handhabung eher aufwendiger ist.

Zuletzt angesehen