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Pulsar Forward DN55 Test

Pulsar Forward DN 55

Die Firma Yukon Advanced Optics Worldwide wurde 1998 gegründet und das Produktportfolio umfasste zur damaligen Zeit ausschließlich Fernrohre und Ferngläser. Im Jahr 1999 begann die Firma erstmals mit der Herstellung von Nachtsichtgeräten. Nur 4 Jahre später, im Jahr 2003, wurden die ersten digitalen Nachtsichtgeräte entwickelt, die zur Basis der neuen Marke Pulsar wurden.

Die Produkte wurden immer weiter verbessert und haben sich bis heute einen äußerst guten Ruf erarbeitet. Die Anwendungsbereiche der Pulsar Geräte gehen von Rechtssicherheit, Marine, Sicherungsmaßnahmen über Outdoor, bis schließlich zur Jagd, bei der wir sie im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen einsetzen können.

Da Nachtsichtgeräte durch digitale Technologien immer mehr in Preisregionen kommen, in denen sie auch für Privatpersonen erstmals interessant werden, möchten wir euch das Pulsar Forward DN55 sowie das brandneue Pulsar Core FXQ 38 vorstellen.

Beim Pulsar Forward DN 55 handelt es sich um ein digitales Nachtsichtgerät, dass entweder als Handgerät oder mit entsprechendem Adapter als Vorsatzgerät genutzt werden kann.

Das Gerät kommt vorbildlich in einer hochwertigen Tasche, in der auch alles Zubehör gut geschützt untergebracht ist.  Die Vergrößerung des Digitalmoduls ist 1-fach und kann somit auf eine Tageslichtoptik wie ein Spektiv, Fernglas, ein Camcorder oder gar ein Zielfernrohr montiert werden.

Letzteres ist in Deutschland aufgrund geltender Gesetze nicht zulässig und nur zur Auslandsjagd in Ländern mit entsprechender Regelung erlaubt.

Zur Zielfernrohrmontage stehen Adapter für 42, 50 und 56 Objektive zur Verfügung.

Als reines Handgerät verwendet, kann das Pulsar Forward DN55 mit dem im Lieferumfang befindlichen 5×30 Monokular betrieben werden.

Lieferumfang Pulsar Forward DN55

Lieferumfang Pulsar Forward DN55

Optische Leistung

Die optische Leistung des Pulsar Forward DN55 kann wirklich überzeugen. Die Auflösung beträgt 500×582 Pixel und das Display wird schwarz/sandfarben dargestellt. Das Bild wirkt lebendig und Konturen zeichnen sich gut ab. Mit dem 5-fachen Monokular ist eine Beobachtung auf den vom Hersteller angegebenen 270m definitiv möglich.

Wenn wir uns nun einen Kreis von 540m Durchmesser vorstellen, in dessen Mittelpunkt wir uns befinden, ist es eine enorme Fläche die nachts zum Tage wird.

Mit Hilfe der Menüsteuerung kann der Kontrast sowie die Displayhelligkeit eingestellt werden. Hier gilt es, einen guten Mittelwert zu finden, da sonst das Bild verpixelt.

Menüführung

Menüführung

Die Geheimwaffe des Pulsar Forward DN55 ist der Laser IR Strahler. Wird er zugeschaltet, werden Objekte geradezu angestrahlt – ohne einen Lichtkegel oder sonstiges. Der Laser arbeitet mit Lichtwellen, die für das Auge unsichtbar sowie ungefährlich sind. Die Intensität des Lasers kann mit einem Drehregler eingestellt werden. Somit lassen sich spielend Objekte in großer Entfernung ausmachen.

Objektiv Pulsar Forward

Objektiv Pulsar Forward

Leider ließen sich mit der Fotokamera keine Bilder realisieren, die die Qualität der Geräte realistisch nachbilden. Aus diesem Grund verzichten wir an dieser Stelle darauf.

Einsatz auf dem Zielfernrohr

Wie in der Grafik dargestellt, muss das Pulsar Forward DN55 auf die Waffe eingeschossen werden d.h. man legt mittels der Menüsteuerung den jeweiligen Wert in der Elektronik fest und die Software kompensiert dann den Versatz.

Leider dürfen wir aufgrund der geltenden Rechtslage das Pulsar Forward DN 55 nicht mit einem Zielfernrohr verbinden und haben es aus diesen Gründen mit einer Fotomontage dargestellt.

Die Montage geschieht mit einem entsprechenden Adapter, der mit Hilfe eines Bajonettverschlusses auf dem Pulsar Digitalmodul befestigt wird. Die Passung ist sehr eng gearbeitet und sitzt tadellos.

Aus Gründen der Wiederholgenauigkeit sollte der Adapter auf dem Zielfernrohr verbleiben und nicht jedes Mal abgenommen werden, wenn das Nachtsichtgerät nicht genutzt wird.

Montage Pulsar Forward auf Zielfernrohr

Montage auf Zielfernrohr

Kritik

Das Design des Pulsar Forward DN55 erinnert eher an eine Videokamera der 90er Jahre. Mit Monokular legt sie ein Gewicht von 1100 Gramm auf die Waage, ohne Monokular sind es 900g.

Ebenso ist der Stromverbrauch sehr hoch. 4 AA Batterien betreiben das Gerät für nur ungefähr 2 Stunden. Auf der Jagd sollte also immer der zweite Container des Lieferumfangs mit frischen Batterien mitgeführt werden.

Fazit

Das Pulsar Forward Dn55 Nachtsichtgerät eignet sich bestens für den privaten, aber auch professionellen Gebrauch. So umfasst sein Anwendungsbereich nicht bloß Sicherheitstätigkeiten wie Überwachungen, sondern auch Beobachtung von Objekten beispielsweise bei der Jagd und Foto-/Videoaufzeichnungen während der Nacht. Mit einem Gewicht von nur 0.2kg und den Abmessungen 147x68x68 ist das Pulsar Forward DN55 zudem äußerst handlich und kompakt, weshalb es bequem transportiert werden kann.

Das Pulsar Forward DN 55 ist durch seinen Einsatz als Hand und Vorsatzgerät äußerst flexibel. Die gute Auflösung ermöglicht ein hohes Maß an Detailerkennbarkeit und mit zugeschaltetem IR Strahler lassen sich sehr große Distanzen spielend überbrücken. Der Preis gegenüber teuren Röhrengeräten ist äußerst attraktiv. Wer also ein Nachtsichtgerät mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis sucht, sollte das Pulsar Forward DN 55 auf jeden Fall in Betracht ziehen.

 

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Kommentare

Uwe Klose 5. März 2019 um 21:01

Hallo,
gibt es die Möglichkeit das DN55 als Vorführgerät selbst im Revir zu testen?
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Klose

Antworten

Markus 6. März 2019 um 9:19

Hallo Herr Klose,

wir führen leider keine Testgeräte.

Waidmannsheil,
Markus Steinbrecher

Antworten

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