Dank hochentwickeltem Zielfernrohr alles genau im Blick

Zielfernrohre sind eine Stütze für jeden Jäger und Sportschützen. Durch die optimierte Verarbeitungstechnik der Modelle bleibt Ihnen nichts mehr verborgen! Auch bei widrigen Lichtverhältnissen helfen Ihnen Zielfernrohre zuverlässig, Ihr Ziel präzise zu erfassen. Nützliche und interessante Informationen über diese Zielhilfen haben wir Ihnen in unserem neuesten Ratgeberartikel zusammengetragen.

 

Wozu dient ein Zielfernrohr?

 

Bei Zielfernrohren handelt es sich um optische Visierhilfen, die das Zielen vereinfachen sollen. Ein solches gehört zu der Standardausrüstung eines jeden Jägers und Sportschützen. Funktion der Zielfernrohre ist in erster Linie eine Vergrößerung des Ziels und die Entfernung von dem Ziel einschätzen zu können. Dies soll zu einer Vereinfachung des Zielens und Anvisierens beitragen. Weiterhin wird so ein verbessertes Sehen in der Dämmerung gewährleistet. Auch ein zentriertes Absehen hilft dem Schützen dabei, das Ziel exakter zu treffen. Im besten Fall verfügt das Zielfernrohr zudem über einen Parallaxenausgleich, womit man mögliche Fehlschüsse durch optische Verschiebungen vermeidet.

 

Was macht ein gutes Zielfernrohr aus?

 

Zunächst einmal muss jeder Jäger oder Schütze selbst abwägen, welches Fernrohr die optimale Wahl für seine individuellen Bedürfnisse ist. Im Allgemeinen sollte ein gutes Zielfernrohr über eine optimierte Optik verfügen, die ein helles, scharfes und kontrastreiches Bild erzeugt. Das Ziel sollte immer exakt und schnell erfasst werden können und das bei allen erdenklichen Lichtverhältnissen. Auch Randschärfe, Farbtreue und Brillanz sind hierbei von Bedeutung. Das  Material des Gehäuses sollte zudem robust, wasser- und luftdicht sein, damit es eventuelle Stürze oder sonstige Krafteinwirkungen unbeschadet übersteht. Ist das Zielfernrohr mit Stickstoff gefüllt, beschlägt es nicht, wodurch eine stets klare Sicht auf das Ziel garantiert ist. Gute Fernrohre besitzen außerdem einen regulierbaren Parallaxenausgleich und eine verstellbare Beleuchtung des Absehens. Das Absehen soll außerdem so wenig wie möglich vom Ziel verdecken und das Schätzen von Entfernungen möglich machen. Außerdem sollte man darauf achten, dass der Austrittspupillenabstand, d.h. der Abstand zwischen Okularlinse und Pupille etwa 8cm beträgt. Dadurch wird das Verletzungsrisiko, das durch den gewaltigen Rückstoß beim Abschuss des Gewehres entstehen kann, reduziert.

 

Gibt es auch ein Nachtsicht Zielfernrohr?

 

Nachtsichtvorsatzgeräte dürfen in Deutschland nicht auf Zielfernrohren und Zieloptiken montiert werden, da dies gegen die Gesetzeslage verstößt. Nachtvorsätze wie das Dipol DN34 Pro Gen 2+ Nachtsichtgerät können jedoch nicht nur autark, sondern auch mittels eines Pulsar DN 42 Montageadapters in Kombination mit Tageslichtoptiken für Objektive eingesetzt werden. Durch diese Verknüpfung können die Primäroptiken auch bei Nacht beziehungsweise Dunkelheit ordnungsgemäß verwendet werden.

 

Was bedeutet „Absehen“ bei einem Zielfernrohr?

 

Als „Absehen“ bezeichnet man die Markierung – die umgangssprachlich auch als Fadenkreuz bezeichnet wird - im Zielfernrohr, die das Zielen mit einer Feuerwaffe ermöglicht und vereinfacht. Dieses kann verschiedene Ausprägungen haben und von einem einfachen Fadenkreuz bis hin zur komplexen Maßteilung reichen. In Deutschland werden meist so genannte Absehen 1 und Absehen 4 verwendet. Es existieren unterschiedliche Varianten unter Absehen, wie zum Beispiel

  • Unbeleuchtete Standardabsehen
  • Leuchtabsehen
  • Weitschussabsehen

Die unbeleuchteten Klassiker spielen ihre Vorteile speziell bei guten Lichtverhältnissen aus. Diese kann man auch für de Entfernungsmessung nutzen. Des Weiteren sind sie vielseitig und präzise. Sollten Sie also überwiegend bei Tageslicht und nur leichter Dämmerung jagen, stellen die bewährten unbeleuchteten Absehen eine gute Wahl dar.

Leuchtabsehen hingegen sind bei widrigen Bedingungen von Vorteil, was den maßgeblichen Unterschied ausmacht. Diese erleichtern bei starker Dämmerung und Nacht die Zielerfassung. Innovative Weitschussabsehen garantieren präzise Treffer auf weite Distanzen.

 

Welche sind die Topmarken unter den Zielfernrohren?

 

  • Minox Zielfernrohre

Zielfernrohe von der Marke Minox sind speziell für professionelle Ansprüche gemacht und eigens für die besonderen Herausforderungen konstruiert, die während der Jagd unter Extrembedingungen auftreten. Neben einer mechanischen Präzision, einer herausragenden Qualität bezüglich der Optik bieten sie auch eine robuste Bauweise für Schussfestigkeit auf höchstem Niveau. Weiterhin verfügen diese Zielfernrohre über eine brillante Abbildungsqualität, die mit einer exzellenten Übertragung des Bildes verbunden ist. Das Minox ZE 5is 5-25x56 SF mit Schiene – Zielfernrohr beispielsweise überzeugt mit seinen herausragenden Eigenschaften.

 

  • Leica Zielfernrohre

Besonders die beleuchteten Zielfernrohre der Serie Magnus sind hier als Spitzenmodelle der Firma Leica zu nennen. Alle Modelle dieser Serie sind mit einem äußerst präzisen und hervorragend abgebildeten Leuchtpunkt ausgestattet, mit dem die Helligkeit äußerst feinstufig eingestellt werden kann. Ein speziell entwickelter Tag-Nacht-Modus garantiert eine optimale Belichtung und Lichtintensität ganz gleich unter welchen Lichtverhältnissen. Selbst bei schwierigen Lichtbedingungen ist ein zuverlässiges Anvisieren dank dem außerordentlichen Kontrast und der Transmission gewährleistet. Weiterhin ist durch die leicht verständlichen und großen Bedienelemente eine problemlose Handhabung des Zielfernrohrs selbst mit Handschuhen oder auch bei Dämmerung bzw. Dunkelheit möglich. Das Leica Zielfernrohr Magnus 1,8-12x50 i kann hier als Paradebeispiel genannt werden.

 

  • Zeiss Zielfernrohre

Auch durch die Hochleistungszielfernrohre von Zeiss nutzen Sie alle jagdlichen Möglichkeiten. Herausragende Optiken und äußerst innovative Weitschusskonzepte versprechen Erfolg und machen Ihren Jagdausflug zum einzigartigen Erlebnis. Auch die Modelle dieser Reihe überzeugen durch kraftvollen Kontrast und eine bestechende Schärfe, wodurch sie sich dem Wild so nah wie nie fühlen. Kleine Ziele rücken so in greifbare Nähe, wodurch sich jedes Detail erkennen lässt. Bei Dämmerung und tiefer Nacht zeichnen sich die Zielfernrohre von Zeiss zudem besonders aus. Eine besondere Beschichtung der Linsen und spezielle Glassorten liefern außergewöhnliche Transmissionswerte und dadurch auch Helligkeit selbst bei erschwerten Lichtverhältnissen. Bei hohen Vergrößerungen können Sie so weite Schüsse in der Dunkelheit platzieren. Das ZEISS Victory HT 3-12x56 – Zielfernrohr besticht darüber hinaus mit seinem eleganten Design und seiner Ergonomie.

 

  • Swarovski Zielfernrohre

Zielfernrohre der renommierten Marke Swarovski zeichnen sich besonders durch ihre hochpräzise Verarbeitung aus. Die unterschiedlichen Linien und Modelle sind variabel an die jeweiligen Einsatzgebiete angepasst und wirken allen praktischen Herausforderungen während der Jagd entgegen. Extreme Wetterbedingungen und Temperaturen, schlechte Lichtverhältnisse und weite Distanzen stellen dank der optimierten Präzisionstechnik für die Swarovski Zielfernrohre kein Problem dar. Das beleuchtete Swarovski Z4i 2 5 10x56 Zielfernrohr beispielsweise überzeugt nicht nur durch eine hervorragende Optik, sondern auch eine einfache Handhabung und ein klassisches Design, das bestens für die Ansitzjagd konzipiert ist. Aus diesem Grund eignet sich dieses Modell bestens für anspruchsvolle Einsteiger sowie für Jäger, die auf Präzision Wert legen.

 

Wie montiert man ein Zielfernrohr?

 

Bei einem Zielfernrohr existieren drei gängige Formen der Montage des Fernrohrs an das Gewähr: die Ring-, Schienen-, und Schwenkmontage.  

Bei der Ringmontage wird das Zielfernrohr mit 2 Ringen, die das Rohr umfassen, befestigt, wodurch es am Gewehr gehalten wird. Der Vorteil hierbei ist, dass alle Zielfernrohre verschiedener Hersteller mit dem jeweiligen Mittelrohrdurchmesser kompatibel sind. Das bringt eine gewisse Flexibilität mit sich, sollte man das Fernrohr zu einem späteren Zeitpunkt einmal wechseln oder erneuern wollen. In der Montage selbst ist man jedoch immer an die Hilfe des Herstellers gebunden, da es nicht leicht ist, die Ringe so akkurat zu befestigen, sodass das Fernrohr in der richtigen Position sitzt. Ein weiterer Nachteil besteht in der hohen Spannung, dem das Zielfernrohr dadurch ausgesetzt ist. So kann es unter Umständen zu Beschädigungen kommen oder dazu führen, dass es sich verzieht.

 

Die Schienenmontage hingegen kann auch leicht vom Schützen selbst montiert werden, da sie vom Hersteller bereits vorgefertigt und demnach bereits korrekt ausgerichtet wurde. So können Sie zwischen mehreren Zieloptiken sicher und einfach für jede ihrer Waffen wechseln. Weiterhin verursacht sie weniger Spannung, die auf das Zielfernrohr wirken und auch weniger Schäden bei der Montage, die oftmals bei der Ringmontage auftreten können.

 

Die dritte Möglichkeit besteht in der Schwenkmontage. Diese stellt sich in der Erstinstallation zwar als relativ aufwendig heraus und kann deshalb nur vom Hersteller vorgenommen werden, ist erst einmal montiert allerdings sehr praktisch. Durch sie kann flexibel zwischen unterschiedlichen Zielfernrohren unterschieden werden. Es ist nur ein kleiner Schritt von Nöten und das Zielfernrohr kann problemlos gegen ein anderes eingetauscht werden. Dadurch ist das spontane Wechseln von Fernrohren bedingt durch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse kein Problem mehr. Durch ein niedriges Montieren der Schwenkvorrichtung verhindert man zudem ein anstrengendes Strecken des Halses, was das Zielen angenehmer macht.

 

Was bedeutet Parallaxenausgleich?

 

Als Parallaxe bezeichnet man einen Zielfehler, der durch die scheinbare Änderung der Position eines Objekts entsteht. Ursache für dieses Phänomen ist der Blick des Jägers beziehungsweise die Positionierung der Augen außerhalb der geraden Linie, die von der Absehenmitte zum Ziel verläuft. Schaut der Jäger also nicht zentrisch, sondern „schräg“ durch das Zielfernrohr, kommt es zu der so genannten Parallaxe. In der Regel sind Zielfernrohre nur bis zu einer bestimmten Entfernung parallaxefrei, was bedeutet, dass bei allen anderen Entfernungen ein Parallaxefehler auftritt, der einen exakten Schuss erschwert. Je größer also der Unterschied zwischen der eingestellten parallaxefreien Entfernung und der tatsächlichen Beobachtungsentfernung ist, desto größer ist auch der Parallaxefehler.

Qualitätszielfernrohre verfügen deshalb oft über eine Verstellmöglichkeit, um die Parallaxe auch bei unterschiedlichen Schussentfernungen zu verhindern, was Parallaxenausgleich genannt wird. Bei Zielfernrohren mit Parallaxefehler kann dieser so mittels Linsenverschiebung auf die jeweilige gewünschte Schussentfernung korrigiert werden, wodurch einer Veränderung der Position des Absehens selbst bei Schrägeinblick in die Optik entgegengewirkt wird. Hierfür sollte man immer einen Entfernungsmesser mit sich führen, um den Ausgleich auf die korrekte Entfernung einzustellen. Weiterhin kann man mithilfe des Parallaxenausgleichs die Bildschärfe des Zielfernrohrs nachregulieren, sodass man ein gestochen scharfes Bild erhält.

In der Regel sind Fehlschüsse bedingt durch Parallaxen gerade in Deutschland Ausnahmen. Der Jäger, der für in Deutschland übliche Schussentfernungen von 200 Metern schießt, ist davon meist nicht betroffen. Trotz dieser Tatsache ist es empfehlenswert, sich ein Zielfernrohr mit dieser Funktion anzueignen.

  

Wie wirkt sich die Kombination von Zielfernrohr und Brillengläsern aus?

 

Aufgrund ihres Handicaps sind Brillenträger gegenüber Nichtbrillenträgern immer ein wenig beeinträchtigt. Bei Gleitsichtbrillen oder biovokalen Gläsern kann die Kante, an der die beiden Sehfelder ineinander übergehen, ins Visier geraten und Abbildungsfehler verursachen. Auch wenn jedes Zielfernrohr über einen Dioptrinausgleich verfügt, der die Sehschwäche eines Schützen bis zu einem gewissen Grad korrigieren kann, sollte  jeder Brillenträger die Brille auch beim Schießen tragen. Speziell schützen mit Hornhautverkrümmung sollten nicht auf ihre Sehhilfe verzichten, da aufgrund der besonderen Ausprägung der Fehlsichtigkeit kein Dioptrinausgleich durch das Zielfernrohr stattfindet. Gerade bei Gleitsichtbrillen steht dem Schützen nur ein sehr schmaler Sehkanal zu Verfügung, von dem er beim Anschlag nicht abweichen darf, da es ansonsten zu Bildverzerrungen kommt und das Bild selbst unscharf wird.

 

Was bedeuten die Zahlen bei einem Zielfernrohr?

 

Die Bedeutung der Zahlen, die bei einem Zielfernrohr mit angegeben sind, lassen sich am besten anhand eines Beispiels wie dem ZEISS CONQUEST DL 3 – 12 x 50 - Zielfernrohr erklären. Die Zahlen 3-12 verkörpern hierbei die Zoomfunktion, was bedeutet, dass man in 9 Stufen heranzoomen kann. Somit handelt es sich um eine variable Vergrößerung. Dieser gegenüber steht eine feste Vergrößerung, die zwar preisgünstiger ist, sich aber nicht den verschiedenen Jagdsituationen anpassen lässt. Eine niedrige Vergrößerung erzielt ein großes Sehfeld, was besonders beim Absuchen des Geländes hilfreich ist. Bei der Drückjagd beispielsweise reicht eine schwache Vergrößerung von 1 bis 4- fachen Zoom.  Bei Pirsch und Ansatz lässt sich eine 1,5 bis 12-fache Vergrößerung verwenden, was einem mittleren Zoom entspricht. Für die Dämmerung und die Nachtansitz benötigt man aufgrund der geringen Lichtquellen jedoch eine starke Vergrößerung von einem 3 bis 12-fachem Zoom. Die zweite Zahl – in diesem Fall 50 - meint den Querschnitt des Objektivs. Vom Zielfernrohr kann mehr Licht eingefangen werden je größer dieser Querschnitt ist. Durch einen großen Querschnitt kann man trotz schlechter Lichtverhältnisse und während der Dämmerung auch auf weite Distanzen Wild und Umgebung gut erkennen. Die Zoombedingungen variieren je nach Jagdart.

 

 

Das könnte Sie auch interessieren: 

 

FAQ - Zielfernrohr

Der Einsatz von Nachtsichtgeräten bei der Jagd

Entfernungsmesser für die Jagd

Ratgeber Optik

Der Einsatz von Wärmebildkameras bei der Jagd

 

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.