FAQ – Jagdschein

  1. Was ist ein Jagdschein?
  2. Wofür braucht man einen Jagdschein?
  3. Wer darf den Jagdschein machen?
  4. Wer stellt den Jagdschein aus? / Wo kann man den Jagdschein beantragen?
  5. Welche Unterlagen brauche ich für den Jagdschein? / Was brauche ich für den Jagdschein?
  6. Wie lange ist ein Jagdschein gültig?
  7. Wie kann ich meinen Jagdschein verlängern?
  8. Was kostet die Verlängerung eines Jagdscheins?
  9. Wann kann der Jagdschein entzogen werden?
  10. Wie lange geht der Entzug des Jagdscheins?
  11. Jagdschein verloren - was nun?
  12. Was kostet der Jagdschein?
  13. Wo kann man den Jagdschein machen?
  14. Wie lange dauert es, den Jagdschein zu machen?
  15. Wie viele Fragen muss ich für den Jagdschein beantworten?
  16. Wie schwer ist es, einen Jagdschein zu machen?
  17. Welche Waffen darf man mit einem Jagdschein besitzen?
  18. Wie viele Waffen darf man mit einem Jagdschein besitzen?
  19. Welche Munition darf ich mit dem Jagdschein benutzen?
  20. Wo darf man mit dem Jagdschein jagen?
  21. Wo kann man ohne Jagdschein jagen? / Welche Tiere darf man ohne Jagdschein jagen?

 

Was ist ein Jagschein?

Der Jagdschein dient als Zertifikat für die Erlaubnis in Deutschland als Jäger dem Jagdgesetz unterliegende Tierarten zu bejagen.

Der Jagdschein allein berechtigt allerdings noch nicht zum Waffenerwerb. Dafür muss zusätzlich eine Waffenbesitzkarte beantragt werden, in die die erworbenen Waffen binnen zwei Wochen nach dem Kauf eingetragen werden müssen.

 

Wofür braucht man einen Jagdschein?

Der Jagdschein ist die Voraussetzung dafür, in Deutschland dem Jagdgesetz unterliegende Tiere zu jagen. Damit soll garantiert werden, dass die Tiere nur durch Personen gejagt werden, die die entsprechende Ausbildung und Kenntnis für eine waidgerechte Tötung, aber auch dem Lebensraum Wald nicht schadende, sondern unterstützende Jagd haben.

Mit dem Jagdschein kann außerdem eine Waffenbesitzkarte beantragt werden. Jagdscheininhaber können darauf beliebig viele zur Jagd geeignete Langwaffen und bis zu zwei Kurzwaffen erwerben.

Diese dürfen mit einem gültigen Jagdschein und der Eintragung auf der Waffenbesitzkarte zur Jagd, zum Büchsenmacher und zum Schießstand transportiert werden.

Jagdscheininhaber dürfen außerdem, nachdem sie den Jagdschein drei Jahre besitzen, auch eigene Reviere pachten.

Mit dem Jagdschein wird dem Jäger auch anvertraut, erlegtes Wild zu untersuchen und für den Verzehr und Verkauf freizugeben.

 

Wer darf den Jagdschein machen?

Den Jagdschein kann jeder machen der das 18. Lebensjahr vollendet hat und an dessen Zuverlässigkeit keinen Zweifel besteht.

Unter 18 Jährige, die mindestens 16 sind, können einen Jugendjagdschein machen, der die gleichen Anforderungen wie der reguläre Jagdschein stellt und daher mit 18 in einen regulären Jagdschein umgewandelt werden kann. Allerdings darf mit dem Jugendjagdschein nicht ohne erwachsene, jagdlich erfahrenen Begleitung (aktuelle oder ehemalige Jagdscheininhaber) gejagt werden und der jugendliche Jäger darf selbst weder Waffe noch Munition besitzen, aber diese zur Jagd und für den Schießstand leihen.

Eine zweifelsfreie Zuverlässigkeit hat wiederum derjenige, der ein einwandfreies Führungszeugnis hat.

Die Zuverlässigkeit wird einem bei Straftaten mit mindestens 60 Tagessätzen oder einer Haft als Strafe (zeitweise) abgesprochen.

 

Wer stellt den Jagdschein aus? / Wo kann man den Jagdschein beantragen?

Für die Ausstellung des Jagscheins ist die untere Jagdbehörde zuständig, diese ist je nach Wohnort mit der Kreisverwaltung oder dem Bürgeramt identisch.

Dementsprechend können Sie mit Ihrem Antrag einfach zu den Öffnungszeiten im Rathaus oder bei der Kreisverwaltung je nachdem, welches in Ihrem Fall zuständig ist, vorbei gehen. 

 

Welche Unterlagen brauche ich für den Jagdschein? / Was brauche ich für den Jagdschein?

Für die Ausstellung des Jagdscheins benötigt man neben Lichtbild und Personalausweis die Bescheinigung über das Bestehen der Jagdprüfung und die Bestätigung über die Jagdhaftpflichtversicherung für den Zeitraum, in dem der Jagdschein gelten soll. 

Das kann die Versicherung aber auch elektronisch an die Behörde mitteilen, dann ist dafür keine schriftliche Bestätigung notwendig.

 

Wie lange ist ein Jagdschein gültig?

Ein Jagdschein kann entweder für 14 Tage oder für ein oder drei Jahre gelöst werden. Voraussetzung dafür ist eine Jagdhaftpflichtversicherung, die genau diesen Zeitraum abdeckt.

Nach Ablauf der von Ihnen gewählten Dauer muss der Jagdschein entweder verlängert werden oder läuft ab.

 

Wie verlängere ich den Jagdschein?

Für die Verlängerung des Jagdscheins gehen Sie wieder zu der unteren Jagdbehörde, die für Sie zuständig ist. Dabei benötigen Sie Ihren Personalausweis, den Nachweis über die Jagdhaftpflichtversicherung für den betreffenden Zeitraum und ihren ablaufenden Jagdschein.

 

Was kostet die Verlängerung eines Jagdscheins?

Für die Verlängerung eines Jagdscheins fallen erneut Gebühren an, die meist in gleicher Höhe wie bei der Erstausstellung liegen, das sind je nach Gemeinde zwischen 50 und 200 € für eine dreijährige Verlängerung.

Außerdem muss je nach Bundesland erneut eine Jagdabgabe von bis zu 100 € gezahlt werden.

 

Wann kann der Jagdschein entzogen werden?

Bei Straftaten die mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft werden, wird der Jagdschein einbehalten.

Der Jagdschein wird ebenso bei Vergehen entzogen, für die man zu mehr als 60 Tagessätzen verurteilt wird.

In diesem Fall wird der Jagdschein für maximal 5 Jahre einbehalten.

Das Vergehen muss dafür keinerlei Bezug zur Jagd haben und kann beispielsweise ein Diebstahl oder Betrug sein.

Allerdings kann auch bei weniger Tagessätzen die Zuverlässigkeit des Jagdscheininhabers angezweifelt werden, sodass der Jagdschein einbehalten wird.

Dies geschieht in der Regel, dann wenn die Tat in Zusammenhang mit der jagdlichen Tätigkeit steht und dadurch die Zuverlässigkeit des Jagdscheininhabers fragwürdig wird.

Beispielsweise zählt dazu ein Delikt, bei dem Waffen oder Sprengstoff eingesetzt wurden.

Genauso ist das der Fall, wenn zum Beispiel durch eine Fahrt unter Alkoholeinfluss über der Promillegrenze andere fahrlässig gefährdet werden.

Wird die Zuverlässigkeit abgesprochen, kann der Jagdschein auch dauerhaft einbehalten werden, da damit eine der entscheidenden Voraussetzungen für die Erteilung eines Jagdscheines im Nachhinein entfallen ist.

In Härtefällen kann einem auf mindestens 60 Tagessätze Verurteilten die Zuverlässigkeit wieder zugesprochen werden. Dafür reichen jedoch keine allgemeinen Persönlichkeitsgutachten, es muss ein spezielles Gutachten angefertigt werden, das zeigt, dass der Täter sich in dem Fall in einer absoluten Ausnahmesituation befand und eine Wiederholung einer solchen Verfehlung nahezu ausgeschlossen werden kann.

Bei Wiederholungstätern ist eine solche Ausnahme dementsprechend ausgeschlossen.

Die zuständige Jagdbehörde kann auf Basis des Urteils selbstständig tätig werden.

Das bedeutet, dass sie den Jagdschein nicht einziehen muss, wenn zwar 60 Tagessätze überschritten werden, aber ihr gewichtige Gründe wie ein Justizirrtum oder die oben beschriebene Ausnahme für Härtefälle greifen. Eine solche eigenständige Prüfung der Jagdbehörde kommt aber sehr selten vor.

Wird sie jedoch tätig, weil die 60 Tagessätze ohne gewichtige Gründe für eine Ausnahme erreicht wurden, kann sie den Jagdschein und die Waffenbesitzkarte mit unmittelbarer Wirkung entziehen. Das bedeutet, dass mit Zustellung des Schreibens alle Jagdwaffen unverzüglich abgegeben werden müssen. Außerdem erlischt die Erlaubnis zur Jagd unmittelbar. Es ist auch nicht erlaubt noch ein letztes Mal jagen zu gehen.

Auch Rechtsmittel wie ein Widerspruch gegen den Entzug des Jagdscheins haben in diesem Fall keine aufschiebende Wirkung!

 

Wie lange geht der Entzug des Jagdscheins?

Der Jagdschein wird für die Dauer von einem bis zu fünf Jahren entzogen, wenn der Jagdscheininhaber zu einer Zahlung von mindestens 60 Tagessätzen oder einer Haftstrafe verurteilt wurde. Hiervon wird nur abgesehen, wenn der unteren Jagdbehörde ein Justizirrtum bekannt ist oder ein Gutachten bescheinigt, dass der Jagdscheininhaber sich bei der Tat in einer besonderen Ausnahmesituation befand und eine Wiederholung nahezu ausgeschlossen werden kann.

Handelt es sich umgekehrt aber um einen Wiederholungstäter oder steht die Tat in unmittelbarem Bezug zur Jagd (beispielsweise durch einen Bezug zu Waffen) oder wurde die Allgemeinheit (beispielsweise durch eine Trunkenheitsfahrt gefährdet) kann der Jagdschein auch lebenslang entzogen werden.

Hat die betreffende Person keinen gültigen Jagdschein, so wird sie für den gleichen Zeitraum vom Erwerb eines solchen ausgeschlossen.

 

Jagdschein verloren – was nun?

Der Verlust oder Diebstahl des Jagdscheins muss unverzüglich schriftlich bei der unteren Jagdbehörde angezeigt werden.

Mit einem neuen Passfoto und gegen Zahlung der entsprechenden Gebühr stellt die untere Jagdbehörde einen neuen Jagdschein aus.

Die notwendigen Dokumente für den Jagdschein wie Versicherungsnachweis und Bescheinigung über das Bestehen der Jägerprüfung müssen nicht erneut vorgelegt werden.

Wenn man sie dabei hat, kann man dadurch aber das Verfahren beschleunigen.

Solange kein neuer Jagdschein ausgestellt ist, darf nicht gejagt werden!

 

Was kostet der Jagdschein?

Für den Jagdschein muss eine entsprechende Haftpflichtversicherung  für Sach- und Personenschäden abgeschlossen werden. Diese kostet je nach Umfang und Anbieter etwa 50-100 € monatlich.

Dazu entstehen Kosten für die Abnahme der Jagdprüfung und den zugehörigen Kurs.

Die Kurse bieten private Jagdschulen, aber auch die Kreis- und Landesjagdvereinigungen an. Es lohnt sich hier zwischen den Angeboten zu vergleichen. Die Kosten liegen zwischen 1000 und 2500 €.

In einigen Angeboten sind bereits die Prüfungsgebühren enthalten. Ansonsten muss      man weitere Kosten in Höhe von um die 300 € einkalkulieren.

Als letztes muss man dann noch eine Gebühr für die Ausstellung des Jagdscheins zahlen. Diese Gebühr variiert je nach Bundesland und austellender Gemeinde zwischen 50 und 200 €. Gegebenenfalls kommt hierzu noch eine Jagdabgabe von bis zu 100 €.

 

Wo kann man einen Jagdschein machen?

Den Jagdschein löst man bei der unteren Jagdbehörde. Eine der Voraussetzungen für den Erhalt des Jagdscheins ist neben einer entsprechenden Jagdhaftpflichtversicherung und der nötigen Zuverlässigkeit das Bestehen der Jagdprüfung.

Diese wird staatlich durch Vertreter der unteren Jagdbehörde abgenommen.

Entsprechende Vorbereitungskurse bieten private Jagdschulen und Landesjägerschaften und –vereinigungen, sowie deren Untergliederungen vor allem auf Kreisebene. Eine Übersicht über die Anbieter in Ihrem Bundesland finden Sie im Ratgeber Jagdschein

 

Wie lange dauert es, den Jagdschein zu machen?

Es dauert in der Regel etwa ein halbes bis ein Jahr, die Vorbereitungskurse und die entsprechenden Prüfungen für den Jagdschein zu absolvieren.

Durch (teurere) Wochenend- und Intensivkurse kann diese Zeit aber auch erheblich auf wenige Wochen verkürzt werden, wenn die Kurse zudem unmittelbar vor den Prüfungen liegen.

Die Prüfungstermine finden im Allgemeinen zweimal jährlich statt.

 

Wie viele Fragen muss ich für den Jagdschein beantworten?

Für den Jagdschein müssen Fragen zu unterschiedlichen Fachgebieten beantwortet werden.

Die Anzahl der in jedem Fachgebiet zu beantwortenden Fragen variiert je nach Bundesland genauso wie die Anzahl der Fachgebiete.

Im Schnitt müssen 100 Fragen beantwortet werden, von denen aber die meisten oder sogar alle nach dem Multiple-Choice-Muster konzipiert sind – man wählt also aus mehreren vorgegebenen Antwortmöglichkeiten die richtigen aus.

Die Bearbeitungszeit dafür variiert auch sehr stark von meist zwei bis zu sechs Stunden.

Der folgenden Tabelle können Sie die Anzahl der Prüfungsbereiche, die Gesamtzahl der Prüfungsfragen und die maximale Bearbeitungszeit geordnet nach Bundesländern entnehmen:

 

Bundesland

Prüfungsbereiche

Gesamtzahl Fragen

Bearbeitungszeit

Baden-Württemberg

5

125

2,5 Stunden

Bayern

6

100

100 Minuten

Berlin

5

100

3 Stunden

Brandenburg

6

90

2 Stunden

Bremen

5

100

2,5 Stunden

Hamburg

6

90

2 Stunden

Hessen

4

100

4 Stunden

Mecklenburg-Vorpommern

4

100

2 Stunden

Niedersachsen

5

100

2,5 Stunden

Nordrhein-Westfalen

4

100

2 Stunden

Rheinland-Pfalz

6

120

6 Stunden

Saarland

5

120

2 Stunden

Sachsen

5

200

2 Stunden

Sachsen-Anhalt

7

140

*

Schleswig-Holstein

4

80

3 Stunden

Thüringen

4

100

3 Stunden

*keine zeitliche Begrenzung in der Landesjägerprüfungsordnung verankert

 

Wie schwer ist es, einen Jagdschein zu machen?

Der Schwierigkeitsgrad der Jagdprüfung, die für den Jagdschein erforderlich ist, variiert zwischen den Bundesländern.

In jedem Fall muss man sich in dem Stoff umfassend auskennen, um die schriftliche Prüfung bestehen zu können. Diese ist fast überall nach dem Multiple-Choice-Muster wie bei der Führerscheinprüfung angelegt.

Die Bearbeitungszeit liegt meist bei zwei bis drei Stunden, sodass der Zeitdruck nicht der größte Faktor ist. Allerdings müssen im Schnitt 100 Fragen beantwortet werden.

Die Kriterien für das Bestehen sind ebenfalls von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, was auch für die Schießprüfung gilt.

Welche Kriterien in Ihrem Bundesland gelten, können Sie dem Ratgeber Jagdschein entnehmen.

 

Welche Waffen darf man mit einem Jagdschein besitzen?

Mit einem gültigen Jagdschein kann man beliebig viele Langwaffen besitzen, die für die Jagd geeignet sind. Lediglich zu beachten ist, dass man einen entsprechenden Waffenschrank oder gegebenenfalls mehrere mit ausreichender Kapazität besitzen muss und die erworbene Waffe innerhalb von zwei Wochen nach Erwerb bei der entsprechenden Behörde anmelden und in die Waffenbesitzkarte eintragen lassen muss.

Außerdem darf man unbegrenzt Jagdmesser und grundsätzlich bis zu zwei Kurzwaffen (also Revolver und Pistolen) besitzen. Im Gegensatz zu den Langwaffen bedürfen die Kurzwaffen aber einer Voreintragung unter Angabe von Modell und Kaliber.

Auf Antrag können, wenn man einen besonderen Bedarf glaubhaft machen kann, auch mehr als zwei Kurzwaffen genehmigt werden.

 

Wie viele Waffen darf man mit einem Jagdschein besitzen?

Jägern mit einem gültigen Jagdschein ist es erlaubt beliebig viele Langwaffen (Jagdgewehre) zu erwerben und zu besitzen. Diese müssen allerdings innerhalb von zwei Wochen der betreffenden Behörde gemeldet und dann in einem dafür vorgesehenen Waffenschrank gelagert werden.

Allerdings müssen die Waffen tatsächlich für die Jagd geeignet sein, es ist Jägern nicht erlaubt andere Langwaffen zu erwerben.

Darüber hinaus dürfen Jäger Jagdmesser in unbegrenzter Zahl und bis zu zwei Kurzwaffen besitzen.

 

Welche Munition darf ich mit dem Jagdschein benutzen?

Grundsätzlich darf man mit dem Jagdschein alle gängigen Munitionsarten verwenden. Allerdings ist die minimale Energiemenge der Munition geregelt, die für bestimmte Tierarten eingesetzt werden darf.

Man misst die Energie in Joule. Auf Rehwild darf nur Munition mit mindestens 1000 Joule und auf Schalenwild mit mindestens 2000 Joule eingesetzt werden.

Die Angaben beziehen sich jeweils auf die Aufprallenergie bei 100 m Entfernung.

 

Wo darf man mit Jagdschein jagen?

Jagen darf ein Jäger grundsätzlich nur auf seinem Grundeigentum. Alternativ kann er dafür aber auch ein Revier pachten. Das kann ein Waldstück, aber auch ein Feld sein.

Bedingung ist allerdings, dass das Revier mindestens 75 Hektar groß ist. Teilweise schließen sich auch mehrere zu einer Jagdgenossenschaft zusammen, um die Mindestgröße für die Jagd zu erreichen oder es als Revier an Jäger zu verpachten. 

Man darf als Jäger allerdings erst ab dem vierten Jagdjahr ein eigenes Revier pachten.

Außerdem kann man auch als Jagdgast in ein fremdes Revier geladen werden und dort unter den Voraussetzungen des Gastgebers jagen.

In einem Gebiet, das man nicht gepachtet hat und für das man auch keine Einladung hat, darf man auf keinen Fall jagen. Man kann sich dabei dem Straftatbestand der Wilderei schuldig machen.

 

Wo kann man ohne Jagdschein jagen? / Welche Tiere darf man ohne Jagdschein jagen?

Die Tiere, die dem Jagdrecht unterliegen und damit grundsätzlich von Jägern gejagt werden dürfen, sind Haar- und Federwild. Ausgenommen sind davon einzelne bedrohte Arten. Außerdem sind zur Jagd nur Jäger mit gültigem Jagdschein berechtigt.

Ohne einen gültigen Jagdschein ist das Jagen in Deutschland jedoch verboten. Es erfüllt sogar den Straftatbestand der Wilderei.

Einzige Ausnahme ist die dringende Jagd auf privatem Gebiet. Auf befriedeten Grundstücken ist das Jagen zwar grundsätzlich nicht gestattet. Liegt aber ein besonderer Grund vor, kann der Eigentümer selbst aktiv werden oder jemanden beauftragen. Die Auflage ist allerdings, dass neben einem objektiven Grund fürs Bejagen der Jagende fachkundig über das tierschutzgerechte Töten sein muss.

Außerdem darf dieser Jagdwaffen nur einsetzen, wenn er einen entsprechenden Jagd- oder Waffenschein besitzt. Ansonsten muss er auf Fallen oder Ähnliches ausweichen.

Das Verbot gilt auch, wenn man einmal einen Jagdschein hatte, aber dieser abgelaufen ist. Ist der Jagdschein abgelaufen, kann die zuständige Behörde auch die Waffenbesitzerkarte einziehen, da das entsprechende Bedürfnis als Legitimationsgrund für die Karte entfallen ist. In diesem Fall müssen auch die betroffenen Jagdwaffen verkauft oder abgegeben werden.

Ausnahmen können davon im Falle von Schwangerschaft, Krankheit oder einem längeren Auslandsaufenthalt gemacht werden.

Das Jagen ist auch international in der Regel an einen Jagdschein oder eine andere Jagdberechtigung geknüpft. Lediglich Russland, die Ukraine und einige afrikanische Staaten bilden eine Ausnahme. Dort ist es möglich mit einem Jagdbegleiter, ohne dass man eine eigene Jagdqualifikation besitzt, zu jagen.

 

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