FAQ - Jagdwaffen

  1. Was sind Jagdwaffen?
  2. Welche Jagdwaffen sind erlaubt?
  3. Welche Jagdwaffenhersteller gibt es?
  4. Welche Jagdwaffen gibt es von Merkel?
  5. Welche Jagdwaffen gibt es von Sauer?
  6. Welche Jagdwaffen gibt es von Blaser?
  7. Welche Jagdwaffen sind für Jungjäger geeignet?
  8. Wer baut die besten Jagdwaffen?/Welche Jagdwaffe soll ich kaufen?/ Welche Jagdwaffe ist die beste?
  9. Was kosten Jagdwaffen?
  10. Wie müssen Jagdwaffen aufbewahrt werden? / Welcher Waffenschrank für Jagdwaffen?
  11. Was für Waffen darf man in Deutschland besitzen?
  12. Welches Kaliber soll ich für die Jagd wählen?
  13. Wie viele Waffen gibt es in Deutschland / den USA / der Welt?
  14. Wie viele Waffen darf man besitzen?/  Wie viele Waffen können auf der gelben Waffenbesitzerkarte eingetragen werden?
  15. Wo kann man Jagdwaffen kaufen?
  16. Wo kann man Jagdwaffen verkaufen? Sind Waffenbörsen legal?
  17. Ich habe eine Jagdwaffe geerbt – was nun? 

 

Was sind Jagdwaffen? 

Zu den Jagdwaffen gehören klassischer Weise die Jagdgewehre, nämlich Büchse und Flinte. Die Büchse schießt mit der Kugel, die Flinte mit Schrot. Dazu sind Jagdmesser sehr verbreitet. Diese haben zwei Funktionen: Zum einen werden sie zum Aufbrechen der Tiere genutzt. Zum anderen können sie eingesetzt werden, um Tiere aus nächster Nähe in Situationen zu erlegen, in denen sonst die Gefahr eines Querschlägers bestünde.

Auch die Revolver und Pistolen zählen nach dem Bundesjagdgesetz zu den Jagdwaffen. Der Jagdschein berechtigt dazu, diese im Zusammenhang mit der Jagd zu führen und mit ihnen beispielsweise Wild in der Falle zu erlegen. Allerdings darf mit den Kurzwaffen nicht auf freies Wild gejagt werden, da diese auf die Distanz nicht die ausreichende Genauigkeit für einen waidgerechten Abschuss ermöglichen und die Munition oft nicht die erforderliche Energie in Joule aufbringt. 

 

Welche Jagdwaffen sind erlaubt?

Als Hauptjagdwaffen sind in Deutschland Langwaffen zugelassen. Damit sind Jagdgewehre in Form von Büchse oder Flinte gemeint. 

Nicht erlaubt sind vollautomatische Waffen oder solche mit Mehrfach-Schuss Magazinen, die mehr als zwei Schüsse ermöglichen.

Zusätzlich sind auch Kurzwaffen, also Pistolen und Revolver erlaubt.

Auch Jagdmesser beispielsweise zum Aufbrechen dürfen besessen und geführt werden.

 

Welche Jagdwaffenhersteller gibt es?

Es gibt diverse Jagdwaffenhersteller. Für Jagdgewehre kann man sich bei den Modellen von Mossberg, Schmeisser, Haenel, Howa, Tikka und Remington umschauen.

Besonders renommiert für ihre außerordentliche Qualität sind Blaser, Mauser und Sauer. 

Jagdmesser stellen Puma, Marttiini, Böker, Diefenthal, Dictum und Parforce, aber auch die bekannten Blaser, Mauser und Sauer her.

Kurzwaffen für die Jagd gibt es unter anderem bei Glock, Heckler & Koch und Smith & Wesson.

 

Welche Jagdwaffen gibt es von Merkel?

Merkel stellt Jagdgewehre her. Dabei hat man sich auf mehrläufige Flinten spezialisiert. So gibt es von Merkel Bockflinten, Doppelflinte und auch Drillinge. 

Eines der Vorzeigeprodukte von Merkel ist das Helix Jagdgewehr. Es hat ein Magazin für bis zu fünf Schuss und einen besonders schnellen Repetierzug. Es zeichnet sich vor allem durch seine besondere Verschlusssicherung mit sechs Verschlusswarzen aus. Dazu gibt es noch Geradezugrepetierer.

 

Welche Jagdwaffen gibt es von Sauer?

Von Sauer gibt es die üblichen Repetierbüchsen und Doppelflinten. Darüber hinaus gibt es Flinten mit Seitenschloss.

Sauer hat außerdem einige Modelle von Kipplaufwaffen im Angebot, die geladen werden, indem der Lauf nach unten gekippt und die Patronen eingesetzt werden.

 

Welche Jagdwaffen gibt es von Blaser?

Im Metier der Jagdgewehre bietet Blaser alle denkbaren Varianten. Es ist sogar möglich, sich ein Gewehr nach den eigenen Bedürfnissen zu konfigurieren. Die Möglichkeit gibt es allerdings nur bei den Repetierbüchsen und den Doppelflinten. Dabei kann unter anderem ausgewählt werden, ob die Waffe für Links- oder Rechtshänder ausgelegt sein soll. Außerdem kann die individuelle Schaftlänge gewählt werden, die ein bequemeres Ansetzen der Waffe garantiert. Außerdem gibt es die Möglichkeit eine Reihe von Verzierungen und optischen Gestaltungen auszuwählen, die jedoch vor allem für Liebhaber relevant sind.

Allerdings muss man bedenken, dass so auch schnell die Kosten in der Kategorie eines Kleinwagens zusammenkommen. 

Auch bei den Jagdmessern ist Blaser vertreten und bietet sehr leichte handliche Messer mit zuverlässiger Klinge, die elegant verarbeitet sind.

Dazu bietet Blaser auch Jagdbekleidung.

 

Welche Jagdwaffen sind für Jungjäger geeignet?

Eine 98er Repetierer lässt sich relativ kostengünstig erwerben und ist gut für den Einstieg geeignet, da sie sich recht sicher halten und führen lässt.

Etwas teurer für 1500 €, aber dafür langfristig zuverlässig ist die Sauer 80.

Die Steyr Pro Hunter liegt mit 1600 € etwa in derselben Preisklasse. Sie ist allwetterfest und vor allem sehr sicher und ordentlich verarbeitet. Sie hat einen speziellen Sicherungshebel, sodass Fehler bei der Bedienung nicht passieren können.

Allerdings ist es sehr zu empfehlen, die Waffen hinsichtlich ihrer Führigkeit auszuprobieren. Denn die Waffen liegen jedem unterschiedlich gut und wer noch keine Erfahrungswerte bei der Auswahl hat, kann so ein Gefühl dafür bekommen, welche ihm liegt. 

Die Tikka T3 von Sako ist als Allrounder ein gutes Einstiegsmodell. Sie ist relativ schwer, dadurch fällt jedoch auch der Mündungshochschlag gering aus. Preislich liegt sie bei 1600 €.

Als Kaliber eignet sich .308 Winchester 7x57 oder 8x57 gut, um sich einzugewöhnen. Hierbei ist auch der Rückstoß leichter und es lässt sich angenehm schießen. 

Für Jungjäger gilt aber, dass es zunächst besonders sinnvoll ist, ein qualitatives Zielfernrohr zu erwerben. Mit einer hohen Transmission erzeugen solche Zielfernrohre ein hochauflösendes und detailreiches Bild, was das Zielen deutlich erleichtert.

Dann ist es auch möglich für den Anfang etwas Geld am Jagdgewehr zu sparen, sodass man in der Kategorie ab 500 € zugreifen kann. In Verbindung mit einem starken Zielfernrohr erlauben diese Modelle einen guten Einstieg. 

Diese Kombination ist jedenfalls eher zu empfehlen als ein gebrauchtes Gewehr. Denn Gewehre sind zwar viele tausend Schuss haltbar, haben gebraucht jedoch schonen eine Montage, die möglicherweise nicht zu dem erworbenen Zielfernrohr passt oder sogar schon verzogen ist. Der Einsatz eines Büchsenmachers, der das umbaut, kann schnell 400 € oder mehr kosten. Deswegen ist es sinnvoller ein neues Gewehr anzuschaffen, an das jedes Zielfernrohr montiert werden kann. Zumal es auf dem Markt mittlerweile Neuwaffen gibt, die so günstig wie Gebrauchtwaffen zu erwerben sind. 

 

Wer baut die besten Jagdwaffen?/Welche Jagdwaffe soll ich kaufen?/ Welche Jagdwaffe ist die beste?

Welche Jagdwaffe die beste ist, ist immer sehr subjektiv. Man muss jeweils die beste für sich selbst finden, die in Bedienbarkeit und Handlichkeit am besten den eigenen Bedürfnissen nachkommt.

Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den Jagdwaffenhersteller und man kann grundsätzlich sagen, dass Blaser, Sauer und Mauser sehr hochwertige Jagdgewehre herstellen.

Sie bieten auch einen umfangreicheren Service als günstigere Jagdwaffenhersteller. 

Je nach Bedarf kann es aber auch sinnvoll sein, mehr Geld in ein hochwertiges Zielfernrohr zu stecken und dafür etwas beim Jagdgewehr zu sparen.

Bei den Kurzwaffen ist Heckler & Koch führend, während Jagdmesser vor allem von Puma hochqualitativ hergestellt werden. Aber auch Damastklingen sind sehr beliebt.

 

Was kosten Jagdwaffen?

Jagdwaffen können je nach Art, Jagdwaffenhersteller und Wertigkeit stark in ihren Anschaffungskosten variieren. 

Jagdmesser gibt es in guter Qualität schon für 100 €, Modelle mit besonders widerstandsfähiger Klinge und hochwertigem Material können aber auch das fünf- bis sechsfache davon kosten. 

Für Kurzwaffen liegen die Anschaffungskosten im Bereich von 600-700 €. Hier gibt es keine so starke Varianz in der Qualität, die für den jagdlichen Einsatz relevant wäre. Die speziell verarbeiteten und optimierten Modelle werden eher von Sportschützen genutzt.

Deutlich teuerer sind Jagdgewehre. Sie beginnen bei 500 € für einfache Ausführungen, liegen bei 2000-2500 € für Modelle mit ziemlich guter Qualität und haben in den Ausführung für Liebhaber fast keine Grenze nach oben. Dazu kommen noch die Kosten für ein Zielfernrohr, dessen Anschaffung sehr sinnvoll ist und an dem nicht gespart werden sollte.

 

Wie müssen Jagdwaffen aufbewahrt werden? / Welcher Waffenschrank für Jagdwaffen?

Die Jagdwaffen müssen grundsätzlich in einem Waffenschrank gelagert werden, der abschließbar ist.

Munition muss sie in einem getrennten Tresor untergebracht werden.

Die Waffenschränke werden in Sicherheitsstufen von A (eher schwach) über B und 0 zu 1 (sehr widerstandsfähig) aufgeteilt. 

In einem Schrank der Kategorie Sicherheitsstufe A dürfen bis zu 10 Langwaffen, in einem der Sicherheitsstufe B oder sonstigen Behältnissen der Sicherheitsstufen 0 und 1 eine unbegrenzte Zahl an Waffen untergebracht werden. Erst ab der Sicherheitsstufe B dürfen auch bis zu 10 Kurzwaffen aufbewahrt werden.

In Behältnissen der Widerstandsstufen 0 und 1 dürfen Waffen und zugehörige Munition auch zusammen aufbewahrt werden.

In einem Schützenhaus ist vorgeschrieben, dass ein Behältnis der Widerstandsstufe 1 genutzt werden muss und nur maximal 3 Langwaffen darin gelagert werden dürfen. Davon darf abgewichen werden, wenn das Schützenhaus bewohnt ist. Allerdings ist hier eine Abstimmung mit der Behörde erforderlich.

 

Was für Waffen darf man in Deutschland besitzen?

Die Art des erlaubten Waffenbesitzes hängt von dem Käufer und der Art der Waffenbesitzerkarte (WBK) ab.

Vollautomatische Waffen dürfen in Deutschland nicht zum Gebrauch erworben werden. Eine Ausnahme wird nur bei Sammlern mit der roten WBK gemacht, sie dürfen diese Waffen, nicht aber passende Munition erwerben. 

Jäger dürfen Langwaffen ohne vorherige Genehmigung mit der grünen Waffenbesitzerkarte und gültigem Jagdschein erweben. Außerdem dürfen sie 2 Kurzwaffen besitzen.

Sportschützen dürfen mit der grünen WBK bis zu zwei mehrschüssige Kurzwaffen und drei halbautomatische Gewehre besitzen. 

Mit der gelben WBK dürfen sie in unbegrenzter Menge Einzellader an Kurz- und Langwaffen, Einzelader mit glattem oder gezogenem Lauf und mehrschüssige Repetierlangwaffen erwerben.

 

Welches Kaliber soll ich für die Jagd wählen?

Die Kaliber sind je nach bejagter Wildart vorgeschrieben.

Der erste Wert bezeichnet bei der Kaliberzahl die Millimeter an Durchmesser, während der zweite die Hülsenlänge nach dem Schuss beschreibt.

Es gibt recht universelle Kaliber wie 6,5 x 55, .308 Win., 7 x 64, .30-06, 8 x 57 IS und 9,3 x 62. Sie gelten als Standard und können universell eingesetzt werden. 

Für Niederwild eignen sich neben diesen Standardkalibern Kaliber wie .223 Rem..

Für Großwild (v.a. in Afrika etwa bei Elefanten) muss mindestens ein Kaliber von 9,5 Millimeter verwendet werden.

In den Bergen sollten Kaliber wie 6,5 x 57 genutzt werden.

 

Wie viele Waffen gibt es in Deutschland / den USA / der Welt?

In Deutschland gibt es 5,5 Millionen zugelassene, legale Schusswaffen, die in private  Waffenbesitzerkarten eingetragen sind. Sie verteilen sich auf  etwa 1,5 Millionen Waffenbesitzer. 

Schätzungen zur Folge gibt es darüber hinaus 15-20 Millionen weitere Schusswaffen, die illegal und nicht registriert im Umlauf sind.

In den USA sind 270 Millionen Schusswaffen in Privatbesitz von etwa 45 Millionen Haushalten.

Weltweit sind ca. 720 Millionen Waffen in privatem Eigentum.

 

Wie viele Waffen darf man besitzen?/  Wie viele Waffen können auf der gelben Waffenbesitzerkarte eingetragen werden?

Die Waffenbesitzerkarte berechtigt zum Besitz von Waffen, allerdings legitimiert sie allein nicht dazu, die Waffen auch zu führen. Jäger mit gültigem Jagdschein sind allerdings dazu berechtigt, ihre Jagdwaffen auf dem Weg zum Büchsenmacher, zum Schießstand oder auf der Jagd zu transportieren.

Um Waffen auf der Waffenbesitzerkarte eintragen zu können, muss der Inhaber sein rechtmäßiges Bedürfnis zum Waffenerwerb darlegen. Ein solches rechtmäßiges Bedürfnis haben Sportschützen, Jäger aber auch Sammler. Es kann auch vorgebracht werden, dass die Waffe zum Selbstschutz benötigt wird, diese Voraussetzung wird aber streng geprüft und es muss belegt werden, dass die Person wesentlich mehr als die Allgemeinheit in Bezug auf Leib und Leben gefährdet ist. In diese Kategorie fallen Fahrer von Geldtransportern, Personenschützer oder hochrangige Politiker. Taxifahrer beispielsweise fallen nicht darunter, da sie aufgrund ihres Berufs nicht wie etwa Personenschützer typischer Weise mit einem Angriff rechnen müssen. Dieser würde unvorbereitet kommen, sodass ein Schutz auch mit der Waffe kaum möglich wäre. Deshalb würde hier die Genehmigung einer Waffe versagt werden.

Ein grundsätzliches Recht auf den Waffenbesitz wie in den USA gibt es in Deutschland nicht.

In den beschriebenen Fällen wird eine Schusswaffe genehmigt.

Es gibt eine grüne, gelbe und rote Waffenbesitzerkarte, die jeweils in unterschiedlichem Maße und unter verschiedenen Bedingungen zum Waffenbesitz legitimieren. Die Waffen müssen stets innerhalb von 2 Wochen nach dem Erwerb bei der Behörde zur Eintragung in die Waffenbesitzerkarte vorgelegt werden.

Die grüne Waffenbesitzerkarte (WBK) erlaubt es Jägern Langaffen zu erwerben, ohne dass sie zuvor eine Voreintragung benötigen. Einzige Voraussetzung ist, dass sie einen gültigen Jagdschein besitzen. Sportschützen brauchen jedoch je nach Modell eine vorherige Eintragung durch die Behörde in die WBK, die den Erwerb einer bestimmten Waffenart genehmigt. Insgesamt dürfen Sportschützen nach Voreintragung zwei Kurzwaffen als Mehrlader und drei halbautomatische Gewehre besitzen. 

Um die Berechtigung dazu nicht zu verlieren, müssen die Sportschützen regelmäßige Teilnahme an Training oder Wettkampf nachweisen.

Ab der gelben Waffenbesitzerkarte dürfen Sportschützen Waffen in unbegrenzter Zahl besitzen. Dafür gibt es allerdings zwei Bedingungen: Die Waffen müssen als Sportwaffen zugelassen sein und es dürfen maximal zwei Waffen im halben Jahr erworben werden.

Mit der roten Waffenbesitzerkarte dürfen Sammler Schusswaffen für das eingetragene Sammelgebiet erwerben. Sie müssen sich dafür keine vorherige Genehmigung der Behörde einholen. 

Auch für Schießsportvereine gibt es mittlerweile eine eigene Waffenbesitzerkarte: Dort werden die Verantwortlichen des Vereins und die erworbenen Waffen eingetragen. Außerdem werden auf zwei Seiten diejenigen Mitglieder aufgeführt, die Zugang zu den Waffen haben.

Für allen über diese üblichen Mengen hinaus nötigen Waffenerwerb muss jeweils das besondere Bedürfnis nachgewiesen werden.

 

Wo kann man Jagdwaffen kaufen?

Jagdwaffen können legal nur bei lizenzierten Händlern oder Privatpersonen, die eine entsprechende Berechtigung zum Waffenbesitz und –handel haben, gekauft werden. 

Eine große Auswahl und gute Beratung finden sie beim Living Active Jagdshop (Hans Wilhelmi Straße 1, 66386 St. Ingbert) oder auch im Onlineshop www.livingactive.de.

 

Wo kann man Jagdwaffen verkaufen? Sind Waffenbörsen legal?

Wichtig ist beim Verkauf einer Waffe unbedingt zu überprüfen, ob der Käufer die Berechtigung für den Erwerb von Waffen nicht nur im Allgemeinen, sondern auch für das Modell im Besonderen hat. 

Inhaber von Jagdscheinen haben zwar grundsätzlich die Erlaubnis Langwaffen zu erwerben und können auch bis zu zwei Kurzwaffen besitzen. Sind auf der Waffenbesitzkarte jedoch schon zwei Kurzwaffen hinterlegt, darf keine weitere an diesen Kunden verkauft werden. Es sei denn der Käufer kann hierfür eine Sonderberechtigung nachweisen.

Sportschützen dürfen je nach Art ihrer Waffenbesitzkarte unterschiedliche Arten und eine unterschiedliche Zahl von Waffen besitzen.

Ein Weiterverkauf von Waffen an Unberechtigte kann schwere strafrechtliche Konsequenzen haben. Als Strafe kann neben einer Geldstrafe eine Freiheitsstrafe ausgesprochen werden. Diese liegt normalerweise bei bis zu 5 Jahren und kann auf bis zu 2 Jahre gesenkt werden, wenn der Schuldige glaubhaft machen kann, dass er nur fahrlässig gehandelt hat. Wenn jedoch dem Betroffenen nachgewiesen werden kann, dass er die Waffen gewerbs- oder gar bandenmäßig verkauft, wird eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren ohne die Möglichkeit der Bewährung verhängt. 

Das gleiche Strafmaß gilt auch für den illegalen Waffenerwerb.

Von dem Verkauf an Unberechtigte oder dem Kauf von Unberechtigten abgesehen sind Waffenbörsen aber grundsätzlich legal. Es gilt nur, da es sich bei Käufern und Verkäufern jeweils bei diesen Börsen nicht nur um lizenzierte Händler, sondern auch Privatpersonen handeln kann, stets besondere Vorsicht walten zu lassen. So muss man sich immer davon überzeugen, dass der jeweilige Gegenüber die Waffe rechtmäßig besitzt, beziehungsweise erwerben darf.

Anbieter von Waffen sind zudem verpflichtet, wenn sie eine Waffe anbieten, ihre persönlichen Daten dem Betreiber der Seite mitzuteilen. Sie können zwar der Veröffentlichung dieser widersprechen, der Betreiber muss die Daten aber für die Dauer von einem Jahr in seinen Unterlagen speichern. 

Außerdem sollte ein schriftlicher Kaufvertrag geschlossen werden, denn auch der Verkauf einer Waffe muss binnen zwei Wochen der zuständigen Behörde gemeldet werden, wobei die Daten zur Identifizierung des Käufers sowie die Nummer von dessen Waffenbesitzkarte mit eingereicht werden müssen. 

Dasselbe gilt umgekehrt für den Käufer, der bei der Anmeldung seiner erworbenen Waffe ebenso die Daten des Vorbesitzers und von dessen Waffenbesitzkarte bei der Behörde melden muss.

 

Ich habe eine Jagdwaffe geerbt – was nun? 

Erlaubnispflichtige Waffen müssen, sobald sie in den eigenen Besitz übergehen, innerhalb einer Frist von 2 Wochen gemeldet werden. Wird diese Meldung unterlassen, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 € geahndet werden kann.

Mit einer gültigen eigenen Waffenbesitzkarte, kann die Waffe behalten werden, wenn sie auf der Karte eingetragen wird. Handelt es sich allerdings um eine grüne Waffenbesitzkarte für Sportschützen wird das eintragen der Jagdwaffe wahrscheinlich versagt werden, da die Jagdwaffen in der Regel nicht für den Sportschützenbetrieb zugelassen sind. Denn es muss neben der Waffenbesitzkarte auch ein Bedürfnis nachgewiesen werden.

Sinnvoller kann es sein, eine rote Waffenbesitzkarte für Sammler zu erwerben. Mit ihr darf die Jagdwaffe behalten, aber keine passende Munition gekauft werden. Dazu muss man mit dem Erbschein und der alten Waffenbesitzkarte zur zuständigen Behörde. Das sind in der Regel die örtlichen Ordnungsämter.

Ansonsten kann die Waffe auch blockiert und damit nicht mehr einsetzbar gemacht werden. Dann ist es ebenfalls möglich, sie zu behalten. Diese Blockierung führt ein Waffenhändler durch, wobei Kosten im Bereich von ca. 200 € entstehen.

Das gilt jedoch nur für legale Waffen. Wird eine illegale Waffe geerbt, darf diese in keinem Fall behalten, sondern muss abgegeben werden.

 

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