Begriffsglossar

Verschiedene Hersteller nutzen häufig unterschiedliche Begriffe, wenn Sie dieselben oder ähnliche Technologien und Techniken meinen. Um Sie dabei zu unterstützen sich dennoch schnell zurechtzufinden, ist das folgende Glossar zusammengefügt, das die verschiedenen Bezeichnungen und ihre Bedeutungen gegenüberstellt. 

In Klammern sind jeweils die Hersteller angegeben, die diese Begriffe benutzen.

 

Gläser und Linsen

Licht-Transmission (Minox, Steiner, Swarovski) /

Transmission (Zeiss):

Transmission und Lichttransmission bezeichnen beide dasselbe Geschehen, nämlich die Durchlässigkeit der Gläser hinsichtlich des Lichts.

Das Licht kann sich durch die verschiedenen Materien wie Glas, Luft und Wasser bewegen. Wechselt es jedoch von einem Material in das andere, wird ein Teil des Lichts reflektiert. Es bewegt sich dann nur ein Teil der Lichtmenge weiter im neuen Medium. Wenn wie bei einem Fernglas ein Bild entsteht, wird dieses deswegen dunkler.

Je geringer jedoch die Reflexionen auf den Linsen und Gläsern sind, desto heller das Bild. Um die Bildhelligkeit zu steigern, braucht man also sehr lichtdurchlässige Gläser, die wenig reflektieren. Diese Durchlässigkeit nennt man Transmission.

Für die Transmission gilt: je höher, desto besser.

Die Transmission hängt einerseits an der Qualität der Gläser selbst und kann andererseits durch spezielle Vergütungen gesteigert werden.

Zur Vergütung werden Metallverbindungen, die transparent sind, verdampft und zum Kondensieren auf den zu vergütenden Gläsern gebracht.

Beide, Glasqualität und Vergütungen, machen Ferngläser und Zielfernrohre selbstverständlich teurer, weil die Gläser und Vergütungen anspruchsvoll entwickelt und hergestellt werden, heben aber auch entscheidend die Qualität des Fernglases.

 

Vignettierung (Minox):                               

Die Vignettierung bezeichnet die Schattenbildung zum Rand des Bildes im Fernglas oder Zielfernrohr. Man kann umso weniger erkennen, je mehr Vignettierung also Schatten es am Bildrand gibt. Sie entsteht, wenn beim Blick durch eine Öffnung dieser nicht gerade hindurch geht, sondern versetzt ist, sodass teilweise am Bild vorbeigeschaut, bzw. dies verdeckt wird.

Vignettierung ist unerwünscht. Daher versuchen die Hersteller von Ferngläsern und Zielfernrohren die Vignettierung möglichst stark zu reduzieren.

 

HDC-Mehrschichtvergütung (Leica) /

Phasenkorrekturbelag (Leica)/

M*Linsenvergütung (Minox) /

Ultra-FL Linsen-System (Zeiss) /

Zeiss T* Mehrschichtvergütung (Zeiss):

Die verschiedenen Bezeichnungen der Hersteller benennen die Vergütungsarten ihrer Gläser und Linsen.

Der Phasenkorrekturbelag bei Leica ist eine Vergütung der Dachkanten des Prismas.

Er steigert den Kontrast des Glases, indem Streulicht und Reflexionen reduziert werden.

Die anderen Bezeichnungen beziehen sich auf die Veredelung der äußeren und inneren Linsen der Ferngläser und Zielfernrohre.

Häufig handelt es sich dabei um mehrere verschiedene Vergütungen einer und derselben Linse mit dem Ziel, ihr unterschiedliche Eigenschaften zu geben oder unterschiedliche Merkmale zu verbessern.

Die Hersteller nutzen zur Optimierung der Linsen eine Vielzahl von Vergütungen – bei Minox sind es bis zu 21 Vergütungsschichten – und setzen fluoridhaltige Linsen aus hochwertigen Gläsern ein.

Diese werden durch den Prozess besonders abriebfest. Außerdem erlangen die Gläser durch diesen mehrfachen Vergütungsprozess einen hohen Transmissionsgrad und es erhöht sich die Bildqualität, da die Objekte detailgetreuer und in natürlicheren Farben dargestellt werden.                                                        

Die Vergütung der Linsen ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, das beim Kauf nur teilweise verglichen werden kann, sondern sich erst im Gebrauch zeigt. Daher ist eine Beratung durch einen Experten hilfreich, der sich mit den verschiedenen Vergütungsarten und –techniken auskennt und sie bewerten kann.

 

HLS – High Lux System (Leica) /

Meo Bright (Meopta) /

MeoLux (Meopta) /

SCHOTT HT Gläser (Zeiss) /

Swarobright (Swarovski) /           

Diese Techniken sind einzelne Typen der Mehrschichtvergütung, die alle auf eine höhere Transmission und damit Bildhelligkeit abzielen. Sie reduzieren das Streulicht durch spezielle Spiegelschichten und eine verbesserte Mehrschichtvergütung auf den Gläsern.

Das High Lux steht für einen hohen Lichtgrad und das HT für High Transmission, also hohe Transmission.

Die Techniken erzeugen also eine hohe Lichtdurchlässigkeit. Es kann damit ein Transmissionsgrad von 95% und mehr erreicht werden.

MeoLux setzt Meopta bei Zielfernrohren, MeoBright vor allem beim Fernglas ein. Die Linsen werden mit Hilfe von Ionen mehrfach ummantelt. Das reduziert die Reflektionen auf ein Minimum. Dadurch kann hierbei eine Transmission von bis zu 95 Prozent erreicht werden.

 

Steiner Diamant-Nacht-Beschichtung (Steiner):   

Auch diese Diamant-Nacht-Beschichtung ist eine spezielle Form der Vergütung.

Beschichtung ist dabei nur eine alternative Bezeichnung für Vergütung. Mit ihr wird eine besonders hohe Lichttransmission bei Nacht erreicht.

Dazu werden seltene Fluoride und Mineralien genutzt.

 

Aqua-Dura-Vergütung (Leica) /                             

LotuTec (Zeiss) /

MeoDrop (Meopta) /

Steiner Nano Protection (Steiner)/

Swaroclean (Swarovski):

Bei allen Techniken handelt es sich um Arten der Vergütung der Linsen.

Das Ziel ist es bei Aqua Dura, LotuTec, MeoDrop, Nano Protection und Swaroclean eine besonders wasser- und schmutz-abweisende Oberfläche zu erreichen.

Wasser, Öl und Schmutz perlen an den Oberflächen ab, wodurch eine besonders leichte und

schmierfreie Reinigung möglich ist.

Dazu wird der klarst mögliche Blick bei Regen erzeugt.

Bei diesen Arten der Vergütung werden allerdings nur die äußeren Linsen beschichtet.

Das ist sinnvoll, denn jede Vergütung einer Linse ist aufwändig und die inneren Linsen sind ja aber keinem Wasser und keinen Verschmutzungen ausgesetzt. Sollte eine innere Linse tatsächlich Schutz oder Wasser abbekommen, wären die sonstigen Probleme und Defekte am Fernrohr sicher Größer als die Verschmutzung der Linse.

 

Meo Shield (Meopta):                 

Meo Shield ist eine weitere spezielle Form der Vergütung. Es handelt sich um eine  ionen-unterstützte Ummantelung der äußeren Linsen. Dabei werden nicht nur Metallverbindungen verdampft und im Vakuum zum Kondensieren auf den Linsen gebracht, sondern dabei auch noch ein Plasma eingesetzt, das diese Verbindungen intensiviert.

Diese Vergütung schützt dann auch unter Extrembedingungen vor Kratzern und Abnutzung.

 

HD (Leica) /

HD glass elements (Meopta): /                  

High Definition (Swarovski, Zeiss)/

High Definition Optik (Steiner):    

Zur Erreichung der High Definition-Eigenschaften (besonders hohe Auflösung) werden fluoridhaltige Linsen verwendet.

Die Wellenlängen der Lichter werden auf eine Achse fokussiert.

Dadurch wird die Bildqualität optimiert und Farbfehler sowie Farbsäume verringert.

Das erzeugt eine maximale Auflösung und lebendige Farben und macht die Gläser auch bei extremen Temperaturen einsatzfähig.

Wie beim Fernseher erkennt man zwar gleich eine gute Qualität des Bildes bei High Definition, besonders fällt der Unterschied aber bei längerer Nutzung oder dem direkten Vergleich zu SD, also Standard Definition auf.  

Wer sich an HD-Qualität gewöhnt hat, kann danach kaum wieder zu SD zurückkehren, weil er die detaillierte Auflösung vermissen wird. 

 

APO Farbfehlerkorrektur (Leica) /

ED-Gläser (Minox, Zeiss):                   

Wie bei dem Erreichen der HD-Eigenschaften werden fluoridhaltigen Glasarten (FL-Gläser) genutzt, um die Farbfehler zu vermeiden.

Farbfehler entstehen durch Dispersion. Sie führt zu Farbsäumen und Unschärfen, indem das Licht in seine Farben aufgespalten wird. Es wird daher versucht die Dispersion auf ein Minimum zu verringern.

Dadurch hat das Bild mehr Schärfe und Kontrast und andererseits weniger Farbsäume.   

Die Herstellung der ED-Gläser ist ein besonders aufwendiger Prozess, was die damit ausgestatteten Ferngläser teurer macht.

 

ASPH (Leica) /                                                                   

Field Flattener (Swarovski, Zeiss):       

Die asphärischen Linsen oder Field Flattener sind nicht kugelförmig, sondern haben eine individuelle Form.

Diese dient dazu, eine andere Lenkung der Lichtstrahlen am Bildrand zu erzeugen, die dann      auch Randbereiche sehr scharf darstellt. 

Damit wird die Verzeichnung von Objekten verhindert und das Bild ist vor allem am Rand

schärfer.

 

ADC (Leica):

ADC steht für den automatischen Dioptrienausgleich (Automatic Diopter Compensation).

Wird bei einem Fernglas mit ADC der Dioptrienwert einmal eingestellt, bleibt er gespeichert, auch wenn die Vergrößerung gewechselt wird. Das bedeutet, dass der Dioptrienwert bei einem Wechsel der Vergrößerung nicht neu eingestellt werden muss, sondern automatisch in Bezug auf die Dioptrien scharf gestellt wird.

 

Absehen und Zielen                

Absehenschnellverstellung BDC (Leica) /

ASV LongRange (Zeiss) /

MeoTrack II posi-click (Meopta):

Mit den Systemen BDC, ASV Long Range und Meo Track lässt sich das Absehen des jeweiligen Zielfernrohrs justieren und leicht handhaben.

Das Fadenkreuz lässt sich mit dem Finger genau einstellen.

Das Long Range für weite Distanzen hat einen großen Verstellbereich und damit eine maximale Reichweite bis 600 m. Der Verstellweg geht über 100 Klicks.

Die Schussdistanz ist im Absehen ablesbar.

So kann durch das Verstellen des Absehens der Geschossabfall korrigiert werden. ASV steht dabei für Absehensschnellverstellung, im Englischen wird der Begriff BDC (Bullet Drop Compensation) gewählt, der dasselbe bezeichnet.

Die BDC von Leica bietet eine Verriegelung auf die eingestellte Schussdistanz und ist wetterunabhängig nutzbar.

Das MeoTrack bietet eine präzise sowie wiederholbare Höhen- und Windeinstellungen.

 

Absehen 4 (Meopta, Steiner, Swarovski, Zeiss) /

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German #4 (Minox)

                                                                                                                                                                                                                                                                     
(Quelle: Zeiss)

Das Absehen 4 ist eine Form des Absehens und ist unbeleuchtet.

Es wird in der 1. Bildebene (Objektivebene) eingesetzt und besteht aus drei Hilfslinien und einem dünnen Fadenkreuz in der Mitte. Die Hilfslinien sind bis weit in die Bildmitte gezogen, damit sie bei der Vergrößerung noch nah genug am Ziel sind. Denn normalerweise führt die Vergrößerung dazu, dass das Zentrum des Bildes und damit auch das Fadenkreuz herangezoomt werden. Das bedeutet aber, dass der äußere Teil des Fadenkreuzes verschwindet und die dickeren Hilfslinien sich scheinbar von der Mitte wegbewegen, während tatsächlich nur der Teil mit den dünnen Hilfslinien dicker wird. 

Das Absehen 4 ist bei Jägern äußerst beliebt.

 

Absehen 6 (Zeiss) /

Absehen 4a (Swarovski)                                                 

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                                                                                                                          (Quelle: Zeiss) 

Das Absehen 6 ist aufgebaut wie das Absehen 4 und ebenfalls unbeleuchtet. Allerdings hat es dünnere Linien, die früher als beim Absehen 4 in sehr feine münden, weil es in der 2. Bildebene liegt und nicht vergrößert wird.                                                          

Das Absehen in der 2. Bildebene (Okularebene) hat den Vorteil, dass das Absehen gleich bleibt, wenn das Bild vergrößert wird. Das liegt daran, dass die Vergrößerung zwischen beiden Ebenen liegt. Das Absehen in der 2. Bildebene liegt hinter der Vergrößerung. Das bedeutet, das Bild wurde schon vergrößert und jetzt kommt das Absehen hinzu.

Beim Absehen in der ersten Bildebene wird das Bild mit dem Absehen gemeinsam vergrößert, weil auch das Absehen noch die Vergrößerung durchläuft. 

 

Mildot-Absehen (Minox, Meopta) / 

Absehen 43 (Zeiss)                

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                                                                                                                          (Quelle: Zeiss)     

Das Mildot-Absehen hat ein vollständiges Fadenkreuz, das in der Mitte durch unbeleuchtete Punkte fortgesetzt wird, die einen Abstand von je einem Mil (10 cm auf 100m) haben und so helfen, die Entfernung abzuschätzen.

Ein Reh ist im Schnitt 75 cm groß. In 100 m Entfernung wäre das Reh genau 7,5 Mil groß.

Wenn es im Fernglas beispielsweise 3 Mil misst, kann die Entfernung aus diesen Werten errechnet werden. Zunächst teilt man durch 3, um zu wissen, wie vielen Zentimetern hier ein Mil entspricht und erhält 25 cm (75 cm :3). Ein Punkt entspricht also dem 2,5 – fachen der Höhe wie auf 100 Meter. Dementsprechend werden dann auch die 100 m mal 2,5 gerechnet, sodass man weiß, dass das Reh in etwa 250 m Entfernung steht.

Bei dieser Entfernungsbestimmung handelt es sich natürlich nur um eine Schätzung, weil einerseits die Zahl der Punkte schwer abzulesen ist und andererseits die Größe beispielsweise des Rehs, an dem man sich orientiert, nur eine Schätzung ist. Dennoch reicht diese ungefähre Größe für die Jagd aus.

 

Absehen 4A-I (Steiner) /                                                                         illuminated-reticle-60-varipoint_224x168

Absehen 4 C-RD (Meopta) /                                                                             (Quelle: Zeiss) 

Absehen 60[beleuchtet] (Zeiss) /                                              

Absehen L-4a (Leica)/                               

Distabsehen 4A-I (Swarovski) 

German #4[beleuchtet] (Minox):/                                                                                                

Das Absehen 4a-i hat einen besonders kleinen Leuchtpunkt in der zweiten Ebene, sodass das Ziel bei Vergrößerung nicht verdeckt wird. Dadurch ist der Leuchtpunkt aber auch etwas weniger gut erkennbar. Ansonsten ist es genauso aufgebaut wie das oben beschriebene Absehen 4a.

Es bietet sich als Allzweckabsehen beim präzisen Schuss an.

 

Absehen 44 [beleuchtet] (Zeiss) /                 

Absehen 4K-RD (Meopta)/

Absehen 4NK (Swarovski)                                                                                                                    reticle-44-illuminated                                                                                                                 (Quelle: Zeiss)

Das Absehen 4K hat denselben Aufbau wie das Absehen 4, wird jedoch durch ein kleines, beleuchtetes Kreuz in der Mitte des Absehens unterstützt. Dadurch eignet es sich besonders für die Jagd in der Dämmerung.

 

Absehen 0 (Zeiss) /                          

Absehen 0-I (Steiner)/

Absehen Dot (Minox)                                                                                                                                                                                                                                illuminated-reticle-0_224x168                                                                                                                  (Quelle: Zeiss)

 

 

Das Absehen 0 hat keinerlei Hilfslinien. Lediglich ein Leuchtpunkt, der beleuchtet ist, hilft beim Zielen. Das Fehlen weiterer Hilfslinien, die auch irritieren und Objekte verdecken können, ermöglicht eine gute Beobachtung der Umgebung.

Dadurch fällt jedoch das genaue Anlegen der Waffe etwas schwerer. Dieses Absehen eignet sich beispielsweise für die Drückjagd. 

 

IC – Illumination Control (Zeiss) /

Illumination System RD (Meopta) /    

ERi und Intelligent Auto-Off (Leica) /

Plex Leuchtabsehen (Minox) /

Steiner Smart Illumination (Steiner) /

Swarolight (Swarovski):

Die genannten Systeme bezeichnen das Leuchtabsehen, das bedeutet ein durch rotes Licht unterstütztes Absehen. Dabei liegt das Absehen auf der 2. Bildebene, was bedeutet, dass es nicht vergrößert wird.

Beim Leuchtabsehen kommt meist ein roter Zielpunkt zum Zug, der mit den verschiedenen Fadenkreuzen kombiniert wird.

Um Energie zu sparen, schalten die meisten Zielfernrohre den Leuchtpunkt automatisch ab, wenn das Gewehr abgestellt wird und schalten ihn ein, sobald die Waffe zum Zielen aufgenommen wird. Das wird durch einen Lagesensor gesteuert.

Das Illumination System bietet dabei gleich bleibende Helligkeit des Punktes am

Tag und in der Dämmerung.

Beim Plex Leuchtabsehen ist die Helligkeit des roten Punktes in sechs Stufen verstellbar und in den Zwischenstufen abgestellt.

Das Smart Illusion wiederum lässt sich durch stufenloses Dimmen in seiner Helligkeit an die Umgebung anpassen.

Per Fingerdruck wird das Leuchtabsehen beim Illumination Control geräuschlos, schnell und intuitiv gesteuert, sodass es auch mit Handschuhen problemlos und exakt genutzt werden kann.

ERi ist eine Modellgruppe der Leica-Zielfernrohre mit Leuchtabsehen. Das ER steht als Abkürzung Extended Eye Relief, also erweiterte Augenentlastung. Für illuminated steht das i, das die Beleuchtung für die Dämmerung beschreibt.

 

ASV - Absehenschnellverstellung (Leica) /  

MeoClick (Meopta) /

Rapid-Z (Zeiss) /

RTA-Ziel-Schnell-Erfassung (Minox):                   

Die Funktionen ASV, MeoClick, Rapid-Z und RTA (Rapid Target Acquisition = sehr schnelle Zielerfassung) dienen der schnellen Absehensverstellung und Zielerfassung.

Sie unterstützen schnelles und einfaches Anvisieren.

Das Rapid-Z ist durch sein Beleuchtungssystem nutzbar bis in die Dämmerung. Das ASV bietet eine präzise Treffpunktkorrektur bei schnellem Distanzwechsel.

Die Lichtbündel werden am Rand des Seefeldes wie die Austrittspupille vergrößert. Somit gibt es weniger Verzeichnung am Rand.

Dadurch kann das Auge schneller die richtige Position finden und das Ziel schnell erfassen.

 

El Range und Swaroaim (Swarovski) /

Rangefinder (Zeiss):

El Range und Rangefinder dienen der exakten Entfernungsbestimmung für stehende und

bewegliche Objekte. Mit Hilfe eines Lasers wird die Distanz sekundenschnell bestimmt und

angezeigt.

Im Fernglas gibt es ein Messgerät, das bestimmt, wie lange der ausgesendete Laserstrahl für seine Rückkehr braucht, wenn er von dem Objekt reflektiert wird.

Da sich Laserstrahlen mit konstanter Geschwindigkeit bewegen, kann daraus die Entfernung errechnet werden.

Beim El Range werden Entfernung und Winkel unter dem Ziel angegeben.

Der Rangefinder ermittelt zudem den Korrekturwert für den Haltepunkt.

 

Distance-Control-System (Steiner):

Das System zur Distanzkontrolle ermöglicht es, den Fokus bereits auf die geschätzte Distanz zu stellen, bevor das Fernglas ans Auge geführt wird.

Dabei hilft die Entfernungsangabe am Fokussierrad. Setzt man das Fernglas nun an, ist es optimal scharf gestellt.

Umgekehrt kann damit auch die ungefähre Entfernung zu einem Objekt bestimmt werden:

Zunächst wird das Fernglas angesetzt und korrekt fokussiert, danach kam am Rad die Entfernung abgelesen werden.

 

Fast-Close-Focus (Steiner) /

MeoQuick (Meopta) /

Quick-Close-Fokussierung (Minox)/

Smart Focus Concept (Zeiss):                     

Der Fast-Close-Fokus, das MeoQuick, der Quick-Close-Fokus und das Smart Focus Concept ermöglichen einfaches und schnelles Fokussieren.

Dabei passt der Zeigefinger bequem auf das Fokussierrad, sodass eine präzise Bedienung und natürliche Handhabung möglich sind.

Das Fast-Close-Focus ist spezialisiert auf schnelle Schärfenregulierung bis zum Nahbereich.

 

ABC – Advanced Ballistic Compensation (Leica) /

BIS – Ballistik-Informations-System (Zeiss):

Die ABC ist ein weiterentwickeltes ballistisches Ausgleichssystem (advanced ballistic compensation) und unterstützt das Absehen und Zielen durch drei Anwendungs- möglichkeiten:

Beim klassischen jagdlichen Absehen wird neben der Entfernung der Aufsatzwert in cm angegeben, welcher beschreibt, um wie viel höher angesetzt werden muss, um das eigentliche Ziel zu treffen.

Beim ballistischen Absehen wird die ebenengleiche Entfernung angegeben.

Als dritte Möglichkeit bietet die ABC eine Treffpunktkorrektur mittels Klicks an der Absehensverstellung: die Zahl der erforderlichen Klicks wird angegeben und muss nur noch ausgeführt werden.

Beim BIS, dem Ballistik-Informationssystem, werden in kürzester Zeit die korrekten Haltepunkte auf der Basis der aktuell gemessenen Entfernung im Fernrohr berechnet und angezeigt.

Damit wird ein sicherer Schuss auf sehr weite Entfernungen möglich.

 

Direct Dial (Leica) /

PBC – Personalized Ballistic Cam (Swarovski):                                                  

Auf den Direct Dial und PBC Ballistiktürmen sind die Skalen der verschiedenen Entfernungen eingeprägt, sodass eine schnelle Einstellung über die auswählbare Distanz zum Ziel möglich ist.

Beim Direct Dial kann aus zwölf verschiedenen vorgedruckten Ringen gewählt werden.

Der PBC (Personalized Ballistic Cam) ist eine personalisierte Ballistikkappe.

Die persönliche Schussentfernung wird eingraviert, sodass die richtige Einstellung sehr schnell gefunden werden kann.

Die Daten zu Munition, Höhe und Sonstigem können bei beiden im Ballistikprogramm eingegeben und damit die richtigen Einstellungen berechnet werden.

 

Aufbau und Gebrauch

Nacht-Zielfernrohre/

Nighthunter (Steiner)/

Night Vision (Zeiss):

Bei den Nacht-Zielfernrohren, Nighthunter und Night Vision handelt es sich um Nachtsichtgeräte.

Sie verstärken das vorhandene Restlicht mittels einer Bildverstärkerröhre und erzeugen damit bestmögliche Sichtverhältnisse bei Nacht.

 

Steiner No Noise (Steiner):            

Das Steiner No Noise-System zielt darauf ab, sämtliche Geräusche am Zielfernrohr zu unterbinden und besteht aus zwei Komponenten.

Zum einen ermöglicht es eine lautlose Bedienung durch sanfte Verstellwege, zum anderen dämpft das verwendete Material Geräusche.

Damit soll verhindert werden, dass die Tiere beim genauen Einstellen des Zielfernrohres verscheucht werden.

 

Steiner Comfort Use (Steiner):                   

Der Comfort Use ermöglicht den Gebrauch des Zielfernrohrs oder Fernglases auch mit Handschuhen problemlos.

Das ist einerseits im Winter und bei kälteren Temperaturen von Vorteil, wenn das An- und Ausziehen der Handschuhe unangenehm und umständlich ist und andererseits wenn zur Pflege oder besserem Halt bei der Jagd Handschuhe getragen werden.

Zudem sind die Einstellungen am Zielfernrohr auch im Anschlag ablesbar.

 

Ergo Balance Concept (Zeiss):       

Das Ergo Balance Concept – also das Konszept für eine bessere ergonomische Balance -erleichtert das Beobachten, indem der Schwerpunkt beim Fernglas weiter zum Okular hin  verlagert wurde,

Gleichzeitig wurde ein leichteres Objektivsystem installiert. Damit ist stundenlanges Nutzen des Fernglases ohne Ermüden möglich.

 

Open Ergonomic Bridge (Leica):

Die Open Ergonomic Bridge, was für eine geöffnete und ergonomisch optimierte Brücke zwischen den zwei Rohren des Fernglases steht, wird ergänzt durch geschwungene Seiten des Fernglases.

Sie ermöglichen ein angenehmes Halten des Glases, ohne die Handgelenke abknicken zu müssen und lassen damit ein entspanntes Beobachten auch dauerhaft zu. 

 

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